Beim Tanzen geht es um Tiefe und Seele

Von: mimi
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Die beiden Moderatorinnen informierten mit interessanten Fakten über Ballett. Foto: Milena Sous

Stolberg. Abwechslung und Spaß sind zwei Schlüsselprinzipien, deren sich Marion Delonge und ihr Team gerne bedienen. So war es nicht verwunderlich, dass den Zuschauern des Open-Air-Tanzfestivals des Vereins „Kids on stage” am vergangenen Samstag gar nicht erst die Chance gegeben wurde, sich zu langweilen.

Die Kulisse des Außengeländes des Industriemuseums Zinkhütter Hof ist einzigartig und gab der Tanznacht ein besonderes Flair. Getanzt wurde vor dem Rad des Förderturms, das so von den Scheinwerfern bestrahlt wurde, dass es so aussah, als würde es sich drehen. „Unser Ziel ist es, uns etwas von anderen Tanzaufführungen abzuheben”, sagt Marion Delonge. Sie meint das keinesfalls abwertend gegenüber anderen Konzepten, erklärt sie.

„Aber bei uns geht es nicht um Show wie zum Beispiel im Karneval, uns geht es um die Seele, um die Tiefe des Stücks.” Und das haben sie geschafft: Die 160 Tänzer überzeugten mit ihrem Können, das sich nicht „nur” auf das Tanzen beschränkte, sondern sich auch auf das Theaterspielen ausweitete.

Natürlich sind nicht allein nationale Tanzpädagogen mit von der Partie, sondern unter anderem ein chilenischer Tänzer, der mit seiner Jazzgruppe ein Rhythmusstück einstudiert hat.

Charlotte Löhrer ist 13 Jahre alt und tanzt schon seit fast sieben Jahren. Bei der Aufführung spielte sie eine arrogante, mit voller Absicht klischeehafte Ballerina. „Wir haben viele Charaktere überspitzt, damit die Zuschauer auch mal über eigene Vorurteile stolpern”, meint Delonge. „Bei uns in der Tanzschule achten wir sehr darauf, dass erst gar kein Mobbing oder Konkurrenz entstehen können.” Deswegen bleiben viele Tänzer der Schule auch treu: Wer früher als kleiner „Käfer” angefangen hat, tanzt heute mit 16 oder 17 Jahren vielleicht schon Bourlesque. Aber egal, was man macht, letztlich geht es ums Tanzen.

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