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Beim neuen Pass passieren noch viel zu viele Fehler

Von: Mischa Wyboris
Letzte Aktualisierung:
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Hier hat noch alles gepasst: Eine Stolbergerin beantragt bei Iris Jansen im Bürgeramt ihren neuen Ausweis. Womöglich wartet sie aber noch heute auf den „Perso” oder das zugehörige Kennwort.

Stolberg. Wer zum 1. November einen neuen Personalausweis beantragt hat, mag wohl kaum geahnt haben, dass er damit auch gleich einen zweiten Pass bekommt: den Lieferengpass. Zahlreiche Probleme seit der Einführung des „Persos” im Scheckkartenformat haben dazu geführt, dass viele Bürger der Kupferstadt ihren Ausweis erst nach wochenlanger Verspätung erhalten.

Doch auch dann ist das neue Dokument oft noch nicht in vollem Umfang nutzbar. „Es läuft nicht so, wie es laufen sollte”, resümiert Susanne König vom Bürger- und Einwohnermeldeamt. Die Software auf den acht neuen Änderungsterminals zum Ein- und Auslesen des Datenchips laufe nicht rund. „An einem Tag funktionieren die Geräte, am anderen wieder nicht”, sagt König. Kann passieren, sollte es aber nicht.

Ebenso wenig wie die Tatsache, dass oftmals zwar der Ausweis vorliegt, aber nicht die dazugehörende persönliche Identifikationsnummer (PIN), die für die Freischaltung von Zusatzfunktionen wie etwa die Identifizierung im Internet und an Automaten nötig ist. Oft wurden jene Kennwörter nicht nur verspätet, sondern auch noch mit Fehlern versendet.

Da mag es der im Verzug stehenden Bundesdruckerei zupass kommen, dass die Mehrzahl der Kupferstädter den Chip des Ausweises gar nicht nutzen möchte, wie König erklärt. Pech nur, wenn auch der „Perso” selbst noch mit Datenfehlern daherkommt. Auch das ist seit der Einführung des elektronisch lesbaren Ausweises passiert.

Einen genauen Grund für die Fehler und Verzögerungen hat die Bundesdruckerei bislang nicht genannt, obgleich das Bundesinnenministerium längst Startschwierigkeiten eingeräumt hat. „Man ist bemüht, die Fehlerquellen abzuarbeiten”, weiß König, die von dem schleppenden Beginn nicht überrascht ist. „Das ist die größte EDV-Umstellung seit mehreren Jahrzehnten”, wirbt sie um Verständnis bei den vielen verärgerten Bürgern, die zur Passivität gezwungen sind.

Unterschiedliche Lieferzeiten

Wie viele von den zahlreichen seit der Einführung am 1. November beantragten „Persos” immer noch nicht beim Bürger angekommen sind? Da müsse sie passen, sagt König. Für manche Antragsteller ist die Wartezeit mit rund zwei Wochen durchaus passabel. Andere halten aber auch nach zwei Monaten noch keinen neuen Ausweis in Händen oder warten weiter auf ihren PIN-Brief.

„Es ist in den vergangenen Wochen schon extrem gewesen”, sagt König. Und die Zeit des Wartens ist noch nicht passé.
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