Stolberg-Breinig - Beim Literaturprojekt beweisen junge Autoren viel Kreativität

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Beim Literaturprojekt beweisen junge Autoren viel Kreativität

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Die kleinen Nachwuchsautoren der Grundschulen in Breinig, Kalterherberg und Steckenborn präsentieren die gebastelten Märchenschlösser, in denen ihre spannenden Fantasy- und Krimi-Geschichten um Drachen, Feen, Geister und Monster sicher verwahrt sind. Foto: D. Müller

Stolberg-Breinig. In „Die Nacht als Ogopogo kam” erleben Kinder aufregende Abenteuer im Hohen Venn und treffen auf 17 verschiedene Monster in allen Farben und Größen. „Der schwarze Mann” spukt in einem alten Monschauer Hotel, und „Fünf Freunde für alle Fälle” kümmern sich um den Drachen von Kloster Reichenstein. Dies sind die drei Geschichten, die Kinder der Grundschule Kalterherberg selbst verfasst haben.

„Das Abenteuer in mir” ist der Titel des diesjährigen Literaturprojekts im Rahmen von „Kultur und Schule NRW”, bei dem die Grundschulen in Breinig, Kalterherberg und Steckenborn vernetzt zusammenarbeiten.

Geleitet wird die Literaturbewegung der Grundschüler von Ingrid Peinhardt-Franke. „Ich helfe den Kindern, in Fluss zu kommen. Es geht darum, zu merken was in meinem Kopf los ist und es zu sortieren. Das Resultat sind die Geschichten der Schüler, die sie in Kleingruppen oder auch alleine geschrieben haben”, erklärt die Journalistin und Kultur-Pädagogin.

Aus dem Projekt sind insgesamt zwölf verschiedene Geschichten hervorgegangen, die die Schüler jetzt bei einer Lesung in der Grundschule Breinig auszugsweise präsentiert haben.

Peinhardt-Franke verweist auf die praktische Komponente der Literaturbewegung: Um sich die spannenden Abenteuer aus den Bereichen Fantasy, Mystery und Krimi ausdenken zu können, haben die Schüler zum Beispiel eine geführte Nachtwanderung am Rursee erlebt. „Dabei lernten sie, Geräusche intensiver wahrzunehmen und im Dunkeln mit Händen und Füßen zu sehen. Dieses selbst erfahrene Abenteuer ermöglicht besseres Erzählen von gruseligen Geschichten”, beschreibt die Projektleiterin.

Besichtigung des Friedhofes

So erging es auch den Steckenbornern Nachwuchs-Autoren von „Geheimnis im Feenland” und „Die Krone des Dschungels”. Das Schreiberteam des Rursee-Krimis „Das Geld im Grab” hat sogar eigens als Recherche eine Ortsbegehung des Friedhofs in Rurberg unternommen.

Der Aufwand lohnte sich für die kleinen Schriftsteller, denn sie durften ihre Geschichte in der Eifelkrimi-Lesenacht vorstellen, in der der erfolgreiche Autor Jacques Berndorf ebenfalls vorlas.

Ihre Geschichten haben die Kinder in Bücher und Mappen sowie auf Karten geschrieben - teils rustiziert, collagenhaft gestaltet oder mit Kaffeeflecken auf alt getrimmt.

Zum Abschluss werden sie noch in einem „Actionpainting” verarbeitet. Sicher verwahrt sind die Texte in den Märchenschlössern wie dem „Kalter Castle”, die die Schüler gebastelt und liebevoll gestaltet haben.

In einem dieser Märchenschlösser befinden sich sechs Geschichten, in denen die Breiniger Grundschüler in Fantasie-Welten von Sagen und Mythen, Grusel und Horror sowie Kriminalgeschichten eingetaucht sind. Sie handeln von „Schokostress und Zickenterror”, „Tante Dysayla in Not” und der „Welt hinter der Zeit”.

„Der Geist in der Rüstung” und „Der letzte Drache” zeugen ebenso von Fantasie und Kreativität wie „Tanita und Tabata in der zweiten Welt” und machen auf die nächste Auflage des Literaturprojekts neugierig. Sie wird unter dem Motto „Kreativ werden und das Glück finden” stehen.
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