Stolberg - Begrüßt und kritisiert: Umbau Rathaus- und Salmstraße

Begrüßt und kritisiert: Umbau Rathaus- und Salmstraße

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Derzeit bestimmen unzählige rot-weiß gestreifte Baken das Bild auf der Rathausstraße. Gelbe Markierungen auf der Fahrbahn zeigen dem Autofahrer, wo es jetzt lang geht. Foto: D. Müller

Stolberg. Wer vom Bastinsweiher aus in Richtung Salmstraße blickt, dem kann Angst und Bange werden: Dutzende rot-weiß gestreifte Baken sind an und auf der Straße zu sehen und lassen befürchten, dass Fußgänger, Rad- und Autofahrer sich großer Gefahr aussetzen, wenn sie den Bereich passieren. Eingeweihte wie die Leser unserer Zeitung wissen aber, dem ist nicht so.

Viele Anlieger und Geschäftsleute – wenn auch nicht alle – betrachten die Armada von Warnbaken und die neuen gelben Park- und Fahrbahnmarkierungen stattdessen als positive Vorboten. Ab 2015 sollen Rathaus- und Salmstraße zwischen Mühlener Ring und Rathaus im Zuge der Sanierung umgestaltet werden.

Zeitversetzt werden die möglichen Veränderungen in einem Feldversuch erprobt, und der Bereich von der Talbahnstraße bis zum Mühlener Ring durchläuft bereits die erste Testphase.

Der Sinn der dort markierten und mit Baken versehenen Verkehrsinsel auf der Höhe Bastinsweiher mag sich nicht jedem Bürger erschließen, eine andere erprobte Maßnahme schon eher: Statt einer Geradeausspur in die Salmstraße und einem Linksabbiegerstreifen auf den Ring steht in dieser Richtung jetzt nur noch eine Fahrbahn zur Verfügung.

Zugunsten von neu geschaffenen Parklätzen. Der gewonnene Raum wird schon in der Testphase zu schrägen Parktaschen. Sicher ein Grund dafür, dass die Gewerbetreibenden vor Ort der Umgestaltung wohlwollend entgegensähen, meint Patric Peters. „Die Pläne werden dort gut aufgenommen, daher reagieren die Geschäftsleute positiv auf den Feldversuch“, beschreibt der Sprecher der Gesellschaft für Stadtmarketing Stolberg (SMS).

Peters soll die Meinung der Gewerbetreibenden und Eigentümer repräsentativ erfragen, bewerten und dem Rat der Stadt als Entscheidungshilfe zur Verfügung stellen. Und er soll die Meinungen „bündeln“.

Letzteres scheint allerdings kein leichtes Unterfangen zu sein: „Bisher zeichnet sich ein buntes Bild ab, und ich gehe davon aus, dass dies so bleibt“, sagt Peters. Die Hälfte von rund 100 Haus- und Grundstückseigentümern sowie Geschäftsleuten sei bislang von der SMS befragt worden, und die Antworten seien vielfältig gewesen.

Im Gegensatz zu dem überwiegenden Zuspruch von Bastinsweiher bis zur Salmstraße herrsche vor allem an der oberen Rathausstraße Skepsis bezüglich der Umgestaltung, die teils sogar strikt abgelehnt werde, führt der SMS-Sprecher aus: „Der Tenor in dem an den Kaiserplatz anschließenden Bereich ist eher: ,Lasst doch alles so, wie es ist‘.

Viele wollen eben nicht eine Fahrspur opfern für neue Parkplätze, die man dort gar nicht benötige.“ Auch zusätzliche Ladezonen würden außer vor der Hauptstelle der Post nicht begrüßt werden.

Das vollständige Ergebnis der Befragung wird die SMS Ende dieses Monats dem Stadtrat vorlegen, und der braucht dann wohl gute Augen, um das „bunte Bild“ zu überblicken

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