Begabte Schüler im Land der Graphen

Letzte Aktualisierung:
Hans Mayer-Uellner, Marion Kä
Hans Mayer-Uellner, Marion Käppler, Friederike Nitz und Dr. Christian Burmester (v.l.).

Stolberg. Alle Wege führen nach Rom! Und welcher ist der Beste? Was heißt überhaupt „der Beste”? Wie findet das Navigationsgerät den kürzesten Weg zum Ziel? Wie berechnet die DB-Fahrplanauskunft die Reiseroute?

Viele Fragen, die die Schülerinnen und Schüler, die das „Land der Graphen” mit Professor Dr. Georg Hoever und Dr. Christiane Büsing von der FH Aachen bereist haben, jetzt beantworten können. Nach Schulschluss haben sie sich am Wochenende mit der Graphentheorie auseinandergesetzt, freiwillig und mit großer Freude.

Teilgenommen an dem Wochenend-Workshop haben sie auf Einladung der Initiatoren des sogenannten Aachener Modells II: die Bürgerstiftung für die Region Aachen, die VUV - Vereinigte Unternehmerverbände Aachen sowie die Sparkasse Aachen. Das „Aachener Modell II” fördert besonders begabte Schülerinnen und Schüler von Gymnasien und Gesamtschulen in Stadt und Kreis Aachen.

In Kooperation mit Professoren und Dozenten der RWTH und der FH Aachen werden schulübergreifende Workshops in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik konzipiert und umgesetzt.

„Als Vertreter von regionalen Unternehmen aus Industrie und High-Tech wissen wir, dass viele Betriebe gerade in zukunftsorientierten technischen Branchen schon heute über einen Mangel an qualifiziertem Nachwuchs klagen. Besonders betroffen davon sind die Arbeitsbereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Ingenieurwesen. Mit unserem Projekt wollen wir deshalb schon frühzeitig Interessen und Begabungen in diesen Bereichen individuell und auf hohem Niveau fördern - und das ab der 5. Klasse”, sagt Hans Mayer-Uellner, Hauptgeschäftsführer der VUV.

Ins Leben gerufen im Jahr 2009, konnten die ersten Angebote bereits im Schuljahr 2009/2010 gemacht werden. Das zweite Projektjahr ist am Wochenende mit einem Robotik-Workshop erfolgreich beendet worden.

Insgesamt haben in beiden Projektjahren rund 250 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 12 von 13 Gymnasien und Gesamtschulen der Städteregion Aachen teilgenommen. Voraussetzung für eine Teilnahme sind neben der besonderen Begabung auch ein hohes Interesse und eine große Motivation. Die Teilnehmer werden von den Schulen ausgewählt. „Mit diesem Angebot möchten wir den Bedarf an hochqualitativen, vor allem naturwissenschaftlichen Lernangeboten für besonders begabte Jugendliche in der Städteregion Aachen abdecken”, betont Dr. Christian Burmester, Vorstandsmitglied der Sparkasse Aachen.

Die Initiatoren werden das Aachener Modell auch im kommenden Schuljahr nicht nur weiterführen, sondern weiter ausbauen und haben dafür bereits die entsprechenden Projektgelder bereitgestellt. So sollen auch Workshops für die Jahrgangsstufen 5 und 6 angeboten werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert