Baustelle Süssendell: Es soll bald wieder ruhiger werden

Von: Dirk Müller
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Rund um die Baustelle Süssendell geht es eng zu im Wald. Jetzt wird die Straße als Gefahrenstelle ausgeschildert. Foto: D. Müller

Stolberg-Mausbach. Dass die Anwohner der Süssendeller Straße derzeit unter starkem Verkehrsaufkommen von Lastkraftwagen leiden, lässt sich wohl nicht vermeiden, denn auf dem Gelände Süssendell entsteht ein Heim der Arbeiterwohlfahrt Mittelrhein für demenziell beeinträchtigte Senioren. Der durch die Baumaßnahme bedingte Lkw-Verkehr wird dennoch kritisch gesehen – nicht nur seitens der Anwohner.

Auf der Süssendeller Straße nahe der Mausbacher Grundschule gilt eigentlich Tempo 30, was von den Fahrern der schweren Lastkraftwagen oft ebenso wenig eingehalten werde, wie Vorfahrtregelungen, meinen manche Anwohner.

Ebenfalls prekär stellt sich die Situation im Wald zwischen Mausbach und Gressenich dar. Die Straße, auf der Tempo 50 gilt, ist schmal, Pkw und entgegenkommende Lkw passen nicht aneinander vorbei, zwei Lastkraftwagen erst recht nicht. Zahlreiche tiefe Reifenspuren im Waldboden abseits der asphaltierten Straße zeugen von notwendigen Ausweichmanövern, die Verschlammung der Fahrbahn stellt ein weiteres Gefahrenpotenzial dar. In einem Gebiet, das eigentlich der Naherholung dienen soll. Doch Fußgänger, Rad- und Autofahrer leben dort zurzeit gefährlich, statt Erholung ist viel mehr höchste Aufmerksamkeit angesagt. Ab Montag soll das Areal daher offiziell als Gefahrenstelle ausgewiesen werden.

In beide Richtungen werden Schilder aufgestellt, die auf die „Gefahrenstelle“ mit dem Zusatz „verschmutzte Fahrbahn“ hinweisen, erklärt Marcel Poqué vom Ordnungsamt. „Diese Schilder sind effektiver als eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Sie weisen Kraftfahrer an, ihr Tempo entsprechend der Gegebenheiten anzupassen, also gegebenenfalls auch unter deutlich langsamer als 30 Km/h zu fahren, und mahnen auch Fußgänger und Radfahrer zu erhöhter Aufmerksamkeit.“ Was die verschmutzte Fahrbahn anbelangt, sei das Bauunternehmen angewiesen, die Straße regelmäßig zu reinigen.

Dass die „Gefahrenstelle“-Schilder erst jetzt aufgestellt werden, liege daran, dass das Bauunternehmen diese Schilder erst ordern musste, denn es sei Sache der Firma, die Straße auf Anordnung der Stadtverwaltung als Gefahrenstelle auszuschildern. Im Übrigen werde „laut Auskunft des Bauleiters der Aushub innerhalb der nächsten zehn Tage abgeschlossen sein“, berichtet der zuständige Bezirksbeamte der Polizei, Peter Jussen. „Danach liefern die Lkw nur noch Material zur Baustelle, so dass sich das Aufkommen enorm reduziert wird.“

Während der „heißen Phase“ in den vergangenen Wochen sei die Polizei durchaus bereits tätig gewesen, betont Jussen: „Ich bin selbst auf der Baustelle vorstellig geworden und habe zahlreiche Lkw-Fahrer angehalten und das Einhalten der Tempolimits angemahnt.“

Die Fahrer hätten unisono versichert, unter 50 Kilometer pro Stunde im Wald und unter 30 Km/h auf der Süssendeller Straße zu bleiben. Die Geschwindigkeit ihrer wuchtigen Fahrzeuge würde von Anwohnern subjektiv oft höher eingeschätzt, als sie tatsächlich sei, hätten die Fahrer erklärt.

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