Baustelle am „Koniginnendag” zwingt zur Gemütlichkeit

Von: -jül-
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Da hilft auch das Vorlassen nicht viel weiter. Bis zu 30 Minuten Verspätung verzeichnete die Aseag, Autofahrer und Anwohner klagten Freitag über chaotische Verkehrsverhältnisse im Süden der Innenstadt. Foto: J. Lange

Stolberg. Wenn die Fahrzeuge alle niederländische Kennzeichen gehabt hätten, hätten sich die Stolberger sicherlich sehr gefreut über das große Verkehrsaufkommen.

Doch die Buchstaben-Kombinationen verrieten eher einen sehr regionalen, denn internationalen Autoverkehr auf der Achse zwischen Oberstolberger Markt und Finkensiefstraße.

Wobei Verkehr ebenso die unpassende Beschreibung wäre wie der Slogan „Wenn die Arbeit ruft, kaum zu Bremsen” des Handwerksverbandes, der auf einem Container des tätigen Tiefbauunternehmens aus Waldfeucht stand. Das asphaltierte im Einmündungsbereich der Landesstraße 220 und 238 die Feinschicht nach der Sanierung des städtischen Regenrückhaltebeckens just am verkehrsreichen Freitag vor dem heutigen Mai-Feiertag. Und damit ausgerechnet am „Köninginnendag”, an dem die Gesellschaft für Stadtmarketing intensiv Werbung für einen gemütlichen Einkaufsbummel in der Kupferstadt gemacht hatte. Gemütlich ging es denn in der Tat zu auf Europa- und Zweifaller Straße, denn die Kombination der Baustellenampel und der wenig Grün gebenden Lichtzeichenanlage auf der alten Zweifaller Straße produzierte einen Rückstau, der in der Innenstadt zeitweise bis zum Rathaus reichte und im EuropaTunnel mit einem unerwarteten Stauende grüßte.

Schwachpunkt war in erster Linie die Ausfahrt aus der Innenstadt südwärts auf die L238. Und damit war nicht nur der Individualverkehr einer Geduldsprobe ausgesetzt, sondern auch der Linienbusverkehr der Aseag steckte in Stolberg fest. Mit 20 bis 30 Minuten Verspätung auf den Linien am Nachmittag registrierte Aseag-Sprecherin Anne Linden einen Zeitverlust, dessen Konsequenzen bis nach Aachen für die Fahrgäste spürbar wurden.
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