Bauernkalender-Premiere im Februar

Von: Dirk Müller
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Olli und Benno Vinck, Peter Effenberg und Björn Kinkel (v.l.) gehören zu den 22 „Models“ der Ersten Kleinen, die für die Premiere des Stolberger Bauernkalenders fantasievoll posierten. Foto: D. Kinkel-Schlachter
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Peter Effenberg (links) und Marcel Kinkel wählen jeweils zwei Motive für Februar 2014 bis Januar 2015 aus. Foto: D. Müller
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Auch Rolf und Reiner Schmitz (v.l.) erwiesen sich bei den Fototerminen als fröhliche Naturburschen. Foto: D. Kinkel-Schlachter

Stolberg. Noch gilt es, die letzten Fotos auszuwählen, doch bald ist es soweit, und die Kupferstadt feiert eine spezielle Premiere: Der „erste kleine Stolberger Bauernkalender“ geht in Kürze in Druck. „Eine Besonderheit unseres Kalenders ist, dass er im Februar, pünktlich zu den Tollen Tagen beginnt“, erläutert Peter Effenberg von der KG Erste Kleine.

„Außerdem hat es den Charme, dass der Kalender im Januar 2015 noch gültig ist – in dem Jahr feiert unser nicht eingetragener Verein sein 33-jähriges Bestehen“, ergänzt Marcel Kinkel. Noch brüten die beiden Karnevalisten über der Auswahl der Motive.

Kalte Dusche bei 4 Grad

Welche Bilder passen in die fünfte Jahreszeit, welche stehen für das Frühlingserwachen, welche sind für den heißen Sommer geeignet, welche für den goldenen Herbst und den kalten Winter? 22 „Models“ der Ersten Kleinen posierten bei vier professionellen Fotoshootings. Gut, echte Models sind sie natürlich nicht und eigentlich auch keine Bauern. Doch die Jecken, die im „echten Leben“ Beamte, Handwerker, Polizisten oder Feuerwehrleute sind, hätten sich als richtige Naturburschen erwiesen, meint Kinkel: „Bei allen Fototerminen auf dem Hof der Familie Wintgens in Werth war es um die 4 Grad Celsius frisch, und ein Erste-Kleine-Bauer hat sogar eine eiskalte Wasserdusche für ein gutes Bild in Kauf genommen.“

Allerdings seien die „coolen“ Fotoshootings nicht für alle „Models“ gleich hart gewesen, sagt Effenberg, der selbst beim Posieren als Tierarzt für alle Fälle auftrat und so vollständig bekleidet blieb. Andere hingegen zeigten sich der Kamera in kurzen Hosen, im Unterhemd oder setzten sich gar mit freiem Oberkörper in Szene. Wie Kinkel, der nur in Lederhose eine Yoga-Pose einnahm – auf einem dampfenden Misthaufen. Apropos: Bei aller Ästhetik der Fotos kommt selbstverständlich der Humor nicht zu kurz. So wird etwa der liebevollen Neckerei der Ersten Großen Stolberger KG gefrönt, wenn einer der „Bauern“ eine Kopfbedeckung der Ersten-Großen-Prinzengardisten auf den Misthaufen schaufelt.

Die Idee zum Bauernkalender ist aus der Suche nach dem Sessionsmotto entstanden: „erste kleine auf dem Bauernhof – Die dümmsten Bauern haben die dicksten...“, lautet die Parole für die Session. „Da war es bis zum Bauernkalender nicht mehr weit“, erklärt Kinkel, der betont, wie kreativ die „Models“ waren: „Ein Bauer hat den Nerzmantel der Mutter übergestreift, einer einen Melkschemel selbst gebaut.“ Eine Gruppe habe einen großen Traktor abgeschleppt, aber auch ein Spielzeugtrecker sei ebenso zum Einsatz gekommen wie Mistgabeln, Blumenkohlköpfe oder eine übergroße Pappmaché-Möhre.

Auch bei den mehr oder weniger vorhandenen Textilien der 22 Herren sei viel Fantasie und manches Augenzwinkern im Spiel gewesen, so dass die Kühe große Augen gemacht hätten. Der Kalender mit vier Gruppenfotos auf dem Deckblatt und zwei Motiven je Monat wird für 11 Euro bei den Mitgliedern der Ersten Kleinen erhältlich sein – aber nur in einer Auflage von 111 Stück, „um die Exklusivität zu wahren“, beschreibt Effenberg. So wird der Bauernkalender sicher rasch vergriffen sein, für unsere Leser spendiert die Erste Kleine jedoch drei Exemplare, die Ende Januar in unserer Zeitung versteigert werden. Der Erlös kommt dann der Stolberger Tafel zu Gute.

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