Stolberg - Bauantrag für sechs Altstadt-Tore

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Bauantrag für sechs Altstadt-Tore

Von: gro
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Der Bereich Zweifaller Straße/Burgstraße ist als Standort für eins der insgesamt sechs Tore vorgesehen, mit denen die Grenzen der Stolberger Altstadt klar erkennbar markiert werden sollen. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Die historische Altstadt muss in Zukunft besser als Mittelpunkt Stolbergs erkennbar sein. Dieses Ziel hat sich Hartmut Kleis gesetzt, der in insgesamt sechs Straßen Tore errichten will, mit denen die Grenzen deutlich markiert und die Zugänge aus verschiedenen Himmelsrichtungen attraktiver gestaltet werden sollen.

Mittlerweile ist das Projekt, bei dem es sich um reine Privat-Initiative handelt und das in dieser Woche dem Arbeitskreis Tourismus vorgestellt worden ist, in eine konkrete Phase eingetreten: Mit der Genehmigung der jetzt eingereichten Bauanträge will der Geschäftsmann Kleis, der sich in der Kupferstadt vielfältig ehrenamtlich engagiert, die planungsrechtliche Grundlage schaffen und dann möglichst zügig die Realisierung angehen.

Gespräche über die Gestaltung der Tore hat Kleis zwischenzeitlich mit den Stolberger Kunstschmieden Adolf Radermacher und Lars Potente geführt. Sie wollen bis Anfang Juli zunächst ein Modell erstellen, das dann in den beiden Sommermonaten im Sanitätshaus Kleis in der Rathausstraße zu begutachten sein wird. „Jeder Stolberger ist eingeladen, sich das Modell anzuschauen und es zu bewerten“, hofft Hartmut Kleis auf eine große Resonanz.

Schmiedeeisen, Messing, Kupfer

Auf deren Grundlage sollen dann die „echten Tore“ hergestellt werden – wahrscheinlich als schwere Ketten, an denen mit großen Lettern auf die Altstadt hingewiesen wird. Schmiedeeisen, Messing und Kupfer sollen als zu Stolberg bestens passende Werkstoffe verwendet werden.

Weil das Vorhaben ohne öffentliche Mittel verwirklicht werden soll, ist die Unterstützung durch Sponsoren unerlässlich. „Für ein Tor ist die Finanzierung bereits sichergestellt“, freut sich Kleis, der auf wenigstens fünf „Nachahmer“ hofft. Denn für ihn steht fest: „Wir müssen einen abgegrenzten Bereich für unsere Altstadt schaffen.“ Dabei hat er vor allem Touristen im Blick. „Wer zum ersten Mal nach Stolberg kommt, der sieht zwar die Burg, weiß aber nicht, wozu sie gehört und wie er dorthin kommt.“

Aber das soll sich ja bald ändern. Spätestens im nächsten Jahr hofft der Initiator, alle sechs Tore im Original präsentieren zu können. Und damit einen kleinen Beitrag zur weiteren Belebung der Altstadt zu leisten.

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