Stolberg - Bald gibt‘s auch einen Telefonanschluss am Servicepunkt

Bald gibt‘s auch einen Telefonanschluss am Servicepunkt

Von: Laura Beemelmanns
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Marius Mergelsberg ist einer der Mitarbeiter im Servicepunkt am Stolberger Hauptbahnhof. Er kümmert sich um die Kunden und sorgt für einen reibungslosen Ablauf im Tagesgeschäft. Foto: Laura Beemelmanns

Stolberg. Ob es denn schmeckt, fragt Marius Mergelsberg seine Kundin, die weiter genüsslich auf ihrem Pizzabrötchen kaut und mit vollem Mund ein „Ja, sehr lecker“ murmelt. Das Pizzabrötchen ist neu im Sortiment des vom „Dorv“ betriebenen Servicepunktes am Stolberger Hauptbahnhof. Es wird morgens gefüllt und frisch aufgebacken – und es kommt anscheinend gut an.

Seit knapp drei Monaten ist der Servicepunkt am Hauptbahnhof in Betrieb. „ Er wird gut angenommen, zwar langsam, aber stetig steigend“, sagt Dorv-Geschäftsführer Norbert Schommer. Damit das auch so bleibt, wird nun mit und mit das Sortiment erweitert, um so viele Kunden wie möglich damit anzusprechen.

Dazu gehören immer mehr Snacks wie besagte Pizzabrötchen, aber auch Kartoffelsalat mit warmen Würstchen oder Frikadellen wird inzwischen angeboten. Auch Muffins und allerlei anderer Süßkram haben den Weg in die gläserne Auslage gefunden. „Das Sortiment wird ständig erweitert“, sagt Mitarbeiterin Susanne Poschen. „Im Moment planen wir noch ein Frühstücksangebot. Das wird bald kommen.“ Denn belegte Brötchen, Kaffee und Fahrkarten laufen nach wie vor am besten.

Man versucht, sich an den Wünschen der Kunden zu orientieren. Aus diesem Grund stellte Schommer auch im Mai die Öffnungszeiten um. Statt wie geplant um sechs sind die Mitarbeiter nun schon um halb sechs für ihre Kunden da, damit auch die Fahrgäste des ersten Zuges einen heißen Kaffee oder einen Snack mit auf den Weg zur Arbeit nehmen können. „Morgens ist der Ansturm am größten“, sagt Schommer. Tagsüber kommen nur vereinzelt Kunden in das hell und freundlich gestaltete Ladenlokal. Abends, bei der Heimreise der Pendler, wird es dann in der Regel wieder etwas voller.

Mit angeboten werden kann auch der angekündigte Paketdienst. Eine DHL-Servicestelle ist nun eingerichtet. Es werden beispielsweise Briefmarken verkauft und Pakete entgegengenommen.

Eis und Frühstück?

Für die, die mehr Zeit mitbringen wurden nun auch mehr Sitzgelegenheiten angeschafft. Besonders beliebt: die Außenterrasse. Bei gutem Wetter werden vor dem Haupteingang Tische und Stühle aufgebaut. Vor allem dort wird sich das Frühstücksangebot bezahlbar machen, vermuten Poschen und Schommer. „Wir werden an heißen Tagen auch für draußen ein Eis-Angebot haben“, sagt Schommer. „Auf dem Bahngleis können wir leider keine Stühle aufbauen. Das ist ja Bahnbetrieb. Außerdem müssten diese speziell gesichert werden, da sie sonst auf die Schienen geraten könnten.“ Dennoch hat er auch bei diesem Thema die Hoffnung, dass sich eine Lösung finden wird.

Auch Blumen haben es mittlerweile ins Sortiment geschafft – für all diejenigen, die auf den letzten Drücker noch einen Blumenstrauß brauchen. „Durch Probleme mit der Klimaanlage sind allerdings momentan keine Blumen da“, sagt Schommer. „Das hat keinen Sinn bei hohen Temperaturen. Ich hoffe, dass das mit der Klimaanlage bald geregelt ist. Die Einstellung war richtig, aber es gab ein technisches Problem, das so schnell wie möglich behoben wird.“

Ein weiteres Problem ist und bleibt das Telefon. Ein bald leidiges Thema. Denn einen Anschluss gibt es bis heute nicht. „Wir nutzen vorübergehend ein Prepaid-Handy, noch haben wir kein Festnetz-Telefon, weil es vom Anbieter aus Schwierigkeiten gibt. Der braucht sechs Wochen, um zu prüfen, ob überhaupt eine Leitung da ist. Wir arbeiten aber an dem Problem“, sagt Schommer. Und nicht nur an diesem. Es können auch immer noch keine Tickets nach Köln angeboten werden. „Wir haben nur das Schönes-Wochenende-Ticket im Programm, kein Einzelticket nach Köln. Das war uns von der Bundesbahn zugesagt worden. Es sollte nicht mehr lange dauern“, sagt er.

Alles Probleme, die lösbar sind und eben nur etwas Zeit brauchen. Schommer ist bisweilen zuversichtlich, dass diese sich in den nächsten Wochen lösen werden. Dem Servicepunkt schadet es nicht, dass kein Telefonanschluss da ist. Schließlich sind die meisten Kunden Pendler und spontane Käufer.

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