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Bahnfreunde blicken 175 Jahre zurück

Von: dö
Letzte Aktualisierung:
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Roland Keller führt das frühere Läutewerk einer Dampflok vor. Im Bild der im April 1974 abgerissene Mühlener Bahnhof. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Vor 175 Jahren – im September 1841 – wurde die Eisenbahnstrecke Köln-Aachen in Betrieb genommen. Dieses Jubiläum nahm jetzt der „Frühschoppen“ der Stolberger Eisenbahnfreunde zum Anlass, um im Foyer des Hauptbahnhofes an der Rhenaniastraße einem 35-köpfigen Besucherkreis ein umfangreiches, historisches Bildmaterial zu präsentieren. Referent des Vormittags war der Bahnexperte Roland Keller.

Er nutzte zahlreiche zeitgenössische Fotos, Pläne und Zeichnungen, um den Gästen die Entwicklung und den Werdegang der Eisenbahn in Stolberg und der Region darzustellen. Dazu gehörte auch, das Keller nicht nur die Geschichte der Bahnlinie von Köln nach Aachen vorstellte, sondern auch auf die Entwicklung der zahlreichen Nebenstrecken einging, die Stolberg einst zu einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt gemacht hatten.

Demnach hatte beim Vortrag die Präsentation von Streckenführungen, Tunnel- und Viaduktbauwerken sowie Fahrzeugtypen und Bahnhofsgebäuden eine große Rolle gespielt. Erstaunlich und bemerkenswert war die Tatsache, dass der Bahnexperten keine Recherchen gescheut hatte, um den Besuchern ein vielfältiges historisches Bildmaterial zu präsentieren.

So waren Aufnahmen zu sehen, die beispielsweise die Geschichte der längst unter gegangenen Bahnhöfe Atsch und Velau beleuchteten. Aber auch die Entwicklung der früheren Bahnstrecke nach Munsterbusch wurde umfangreich und detailliert in Szene gesetzt. Was Roland Keller dazu „ausgegraben“ hatte konnte sich wirklich sehen lassen.

Alte Foto-Aufnahmen

Besonders aufschlussreich für die historische Forschung und Stadtgeschichte waren dabei die Aufnahmen, die die Stolberger Bahnlinien, Lokomotiven, Waggons und bahntechnische Anlagen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zeigten. Immer wieder wurden dabei von den Besuchern anhand der Bilder längst vergessene Details und Gegebenheiten wahrgenommen, die auch für die Entwicklung der Kupferstadt von großer Bedeutung sind. Und so wurde Kellers dreistündiger Vortrag – keine Minute war langweilig oder uninteressant – mit einem lang anhaltenden Applaus belohnt.

Fortgesetzt wird der Frühschoppen der Eisenbahnfreunde, am Sonntag, 16. Oktober, von 10.30 bis 12 Uhr, im Foyer des Hauptbahnhofes. Dann führt Stefan Danners einen Film vor, den er im Juli 1990 beim Einsatz des „E 18“ der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) in Oberösterreich gedreht hat.

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