Stolberg - Bänke als Steine des Anstoßes

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Bänke als Steine des Anstoßes

Von: -jül-
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Stolberg. Formal geht es um drei Sitzbänke (weil sich dort unliebsame Personen treffen könnten), die aber brachten für ein Dutzend Anwohner aus der Velau das Fass zum Überlaufen.

Eigentlich sollen die Bänke bei der Neugestaltung des Einmündungsbereiches von Memel- und Mittelstraße im Rahmen des Projektes „Soziale Stadt” als Orte des Verweilens zur Kommunikation anregen. Doch genau damit hapere es in der Velau, monierten Anwohner im Ausschuss für Stadtentwicklung. Und sorgten damit für mehrere Dispute - einerseits mit Stadtteilmanager Dr. Wolfgang Joussen andererseits unter den Fraktionen.

„Gutsherrenart” warf Mathias Prußeit gleich den übrigen Ratskollegen vor, weil er als Fraktionsvorsitzender der Linken den Forderungen der im Ausschuss erschienenen Anwohner folgen wollte. Die Mehrheit hatte aber dabei Bedenken, da andere Anwohner die Bänke durchaus begrüßt hätten, die aktuell vorgetragenen Einwände somit nicht repräsentativ seien.

Ohnehin erschienen Bänke als geeignetes Hilfsmittel zur Kommunikation unter den Anwohnern der Velau - erst recht im Rahmen eines Projektes, das den Namen „Soziale Stadt” trage - dienlich zu sein, um die vergiftete Atmosphäre zu entspannen. Die einen beharrten darauf, zu Entscheidungen gedrängt und von Informationen ausgeschlossen zu werden, während der Stadtteilmanager versicherte, alles Mögliche zu unternehmen, um eine breite Meinungsbildung und Beteiligung zu erreichen.

Letztlich glätteten sich zumindest im Ausschuss die Wogen dergestalt, dass ein Appell zur Verbesserung der Atmosphäre mit dem Beschluss einher ging, den Platz zunächst ohne Bänke zu gestalten, zumal man diesen mit ihnen später nachrüsten könne. Denn ein wenig dränge die Zeit, die erarbeiteten Projekte in der Velau auch einmal zu realisieren. So soll auf dem nördlichen Platzteil eine Grünfläche mit leicht zu pflegendem Rasen angelegt werden, der notfalls gegen eine Nutzung als Hundeklo mit einer Hecke gesichert werden könne.

Litfasssäule bleibt

Erhalten, aber optisch aufgewertet werden soll eine Litfasssäule. Platz besteht für eine Skulptur, die im Rahmen eines weiteren Stadtteilprojektes namens „Figurenstraße” installiert werden kann. Ranksäulen für Pflanzen sollen den Blick auf Garagenfronten erträglicher machen. Begrüßt werde, wenn die Anlieger sie einheitlich streichen würden. Aus Kostengründen verzichtet werden muss allerdings darauf, aus den beiden kleineren eine einheitlich größere Platzfläche zu schaffen.
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