Stolberg - Axel Wirtz sieht sich in seinem Nein bestärkt

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Axel Wirtz sieht sich in seinem Nein bestärkt

Von: Michael Grobusch
Letzte Aktualisierung:
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Axel Wirtz, CDU-Landtagsabgordneter und Stolberger Schulausschuss-Vorsitzender.

Stolberg. Durch das deutliche Nein von Regierungspräsident Hans Peter Lindlar zur geplanten vierten Gesamtschule in Aachen sieht sich auch Axel Wirtz in seiner ablehnenden Haltung bestärkt.

„Wenn wir es wirklich erst meinen mit dem dreigliedrigen Schulsystem, müssen wir die Finger von solchen Plänen lassen”, erklärte der CDU-Landtagsabgordnete und Stolberger Schulausschuss-Vorsitzende am Donnerstag gegenüber unserer Zeitung.

In Aachen, wo es einen entsprechenden Appell der drei betroffenen Schulleiter gebe, wie auch in der Kupferstadt müssten bestehende Schulen geschlossen werden, um eine Gesamtschule schaffen zu können. „Und das kann gerade in unserer Stadt, wo in den letzten Jahren viele Millionen in die Schulgebäude investiert worden sind, nicht sein”, mahnt Wirtz an und verweist darauf, „dass für die Schaffung einer Gesamtschule weitere Millionen aufgebracht werden müssten”.

Und noch ein Argument fügt er an: „Landesweit gibt es keine vergleichbar große Stadt, in der ab dem nächsten Schuljahr drei weiterführende Ganztagsschulen den Betrieb aufnehmen.” Ganztag für Gesamtschulen bleibt nach Aussage des Landtagsabgeordneten aber auch weiterhin tabu. „Es gibt für den Ausbau des Ganztagsunterrichtes nur beschränkte Mittel, die zunächst dazu verwendet werden, das dreigliedrige System zu stabilisieren”, so Wirtz. Den Vorwurf der SPD, mit diesem Ausschluss künstliche Hürden aufzustellen, weist er zurück: „Wir haben ja gerade mit schulpolitischen Themen Wahlkampf gemacht. Und für die Politik, die wir jetzt machen, sind wir in Nordrhein-Westfalen gewählt worden.”

Mit noch einem weiteren oft genannten Kritikpunkt will Axel Wirtz aufräumen: „Viele Eltern melden ihr Kind nicht an der Schule einer benachbarten Stadt an, weil Stolberg keine Gesamtschule zu bieten hat, sondern weil hier gewachsene Strukturen existieren. Gerade in den Stolberger Außenbezirken, das weiß ich aus eigener Erfahrung, gibt es private und berufliche Verbindungen, die auch bei der Schulwahl eine wichtige Rolle spielen.”
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