Stolberg - Axel Wirtz: „L238 wird zum unvollendeten Projekt”

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Axel Wirtz: „L238 wird zum unvollendeten Projekt”

Von: -jül-
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Wie geht´s zukünftig weiter vom neuen Kreisverkehr der L238 nach Eschweiler? Axel Wirtz sieht den dritten Bauabschnitt in Gefahr. Foto: J. Lange

Stolberg. Während sich in der Stadt Stolberg bereits Gedanken gemacht werden über Verkehrsprojekte der Zukunft, macht sich Axel Wirtz Sorgen über die Zukunft wichtige Verkehrsprojekte der Gegenwart. Denn die Gedanken an eine Osttangente oder an eine Entlastung des Stadtteils Atsch durch Neubauprojekte rücken in eine noch weitere Ferne als bisher schon angenommen.

Ursache sind aus Sicht des CDU-Landtagsabgeordneten die aktuellen Entscheidungen der neuen rot-grünen Landesregierung.

„Im Grunde genommen hat die neue Landesregierung diesen Visionen schon den Todesstoß versetzt, bevor Fragen zu Details auch nur untersucht werden können”, verweist Wirtz auf die Vereinbarungen zwischen den Koalitionspartnern in Düsseldorf, den Verbrauch von Flächen zu stoppen. „Landschaftsverbrauch bedeutet in diesem Fall aber auch Entlastung in den Wohnquartieren”, sagt Wirtz.

Noch mehr sorgt sich Wirtz allerdings, dass die Landesregierung auf den Spuren des Komponisten Franz Schubert wandelt und den Bürgern unvollendete Straßenbauwerke bescheren wird. „Die Vollendung der L238n zwischen Eschweiler und Stolberg ist akut gefährdet”, befürchtet Wirtz. „Dieses wichtige und bedeutende Straßenbauprojekt wird dann wohl am Röhrenwerk ein unvollendetes bleiben.”

Der Christdemokrat macht seine Kritik an der Ankündigung der rot-grünen Koalition fest, aus finanziellen Gründen nur Landesstraßen mit bestehendem Planungsrecht fertigstellen zu wollen. Und eben dieses fehlt für den dritten Bauabschnitt der L238n bislang. Für diesen beschäftigt sich der Landesbetrieb Straßenbau noch mit dem Linienbestimmungsverfahren.

Das sieht zwar bislang eine möglichst umwelt- und flächenschonende Trasse entlang der Inde vor, aber insbesondere für den Bereich des Anschlusses auf Stolberger Stadtgebiet an die bestehende Eschweilerstraße besteht noch Klärungsbedarf im Detail - auch für Grundstücke.

Kompromiss für Gressenich

„Die CDU hat sich während der vergangenen Jahre für die Fortführung der L238 eingesetzt, den zweiten Bauabschnitt auf den Weg gebracht und mit dem erforderlichen Brückenbauwerk auch den ersten Schritt für die dritte Ausbaustufe angepackt”, sagt Wirtz; aber „die Haltung der neuen Landesregierung ist ein Schlag ins Gesicht der Bürger in Stolberg und Eschweiler.” Sie würden nun weiterhin eine erhebliche Verkehrsbelastung auf dieser überregional bedeutenden Strecke ertragen müssen.

Auch die Umgehung für die Ortslage Hastenrath liege nunmehr auf Eis. Und davon ebenfalls betroffen seien die Zukunftspläne der Stadt Stolberg für eine Entlastung der südöstlichen Stadtteile und des Donnerbergs.

Derweil zeichnet sich allerdings ein Kompromiss ab im Ringen des Landtagsabgeordneten für den Erhalt des Tempo-30-Gebots im Bereich des Gressenicher Ortseingangs auf der Landesstraße12. Für dort hatte die Städteregion mit Bezug auf die Bezirksregierung eine Rücknahme der Geschwindigkeitsbegrenzung angekündigt. „Ein absolutes Unding”, ärgerte sich Wirtz, der in Gesprächen mit Behörden und Verkehrsstaatssekretär Horst Becker einen Kompromiss erzielt hat, „der der Sicherheit im Ort weiter dient”.

So soll vor dem Ortseingangsschild die Tempo-30-Strecke reduziert werden, aber innerhalb der Ortslage die Geschwindigkeitsbegrenzung für den die Einmündungen Post- und Rottstraße umfassenden Abschnitt beibehalten werden. „Immerhin geht es hier in Gressenich um die Sicherheit auf dem Schulweg wie für Besucher von Kirche und Jugendheim”, so Wirtz.
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