Stolberg - Ausstellung zeigt wissenswertes rund um den Vichtbach

Ausstellung zeigt wissenswertes rund um den Vichtbach

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Die Ausstellung zum Vichtbach, der Lebensader Stolbergs, zog schon bei ihrer Eröffnung in der Burg zahlreiche Besucher an. Von Gemälden, Fotos und Modellen ist alles zu sehen. Foto: D. Müller

Stolberg. „Diese Ausstellungsreihe ist integrativ gedacht, mit dem Anspruch, die Stolberger Stadtteile zusammenzubringen“, erklärte Helmut Schreiber, Vorsitzender des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins bei der Eröffnung der Ausstellung „Der Vichtbach – die Lebensader Stolbergs“. Die aktuelle Schau in der Reihe „Meine Heimat“ wird allerdings nicht nur diesem Anspruch vollkommen gerecht.

Das Fazit der vielen Besucher der Ausstellungseröffnung war eindeutig, dass der Heimat- und Geschichtsverein sich einmal mehr selbst übertroffen hat. Vor allem ob der Vielzahl von Beteiligten an der Schau, denen Bürgermeister Tim Grüttemeier im Namen der Stadt herzlich dankte.

In der Burg-Galerie erwartet die Gäste eine ungemein vielfältige Schau mit hohem Informationsgehalt und facettenreichen Kunstformen. Karl Meurer, Geschäftsführer des Heimat- und Geschichtsvereins, verhalf den Gästen am ersten Ausstellungstag zu einem Überblick, wer sich in welcher Form eingebracht hat, um den Vichtbach als Lebensader Stolbergs in Szene zu setzen, was multimedial geschieht.

Mehrere Bildschirme locken die Besucher an, zeigen sportliche Impressionen der Kajak-Freunde Stolberg sowie einen dreiteiligen Film aus der Medienwerkstatt des Ritzefeld-Gymnasiums. Die Ausstellung spannt den Bogen von der Geschichte zu Gegenwart und Zukunft.

Und das nicht nur anhand der Exponate, denn Kinder und Jugendliche des Ritzefeld-Gymnasiums steuerten aktiv eine Menge zur Schau bei. Etwa das eindrucksvolle 4,50 Meter lange Modell des Vichtbachs im Maßstab 1:87, das „drei Gesichter“ zeigt: den naturbelassenen Oberlauf in Roetgen, ein von Häusern eingerahmtes Teilstück durch die Stolberger Altstadt, und den Unterlauf im Stadtteil Mühle, wo der Vichtbach neben der Straße fließt.

Auch Gemälde und künstlerische Fotos der jungen Stolberger sind zu sehen, und am Sonntag, 30. November, warten Schüler des Ritzefeld-Gymnasiums mit einem besonderen Höhepunkt auf und analysieren das Wasser des Vichtbachs von 14 bis 17 Uhr live in der Burg-Galerie.

Zu den betagteren Beteiligten an der Schau zählt Hermann Schüller, der es sich dennoch nicht nehmen ließ, eine gemalte „Vichtbach-Impression“ auf einer Großleinwand zu verewigen. Während Birgit Engelen sich künstlerisch dem Vichtbach widmet, beleuchten andere Aussteller die Historie: Arthur Jaworski zeigt den Vichttalplan des Egidius von Walschaple aus dem 16. Jahrhundert, Helmut Schreiber thematisiert die Verlegung des Bachbettes, Friedrich Holtz befasst sich mit dem Gold im und den Kupferhöfen am Vichtbach, und Christian Altena informiert zu den Wassermühlen, die mittels der Kraft des Bachs einst wirtschaftlichen Wohlstand in Stolberg möglich machten.

Albert Willems von der Initiativgruppe Zweifaller Dorfgeschichte widmet sich der Dreilägerbachtalsperre bis Nachtigällchen den Fischen im Vichtbach, der Naturschutzbund (Nabu) Aachen der Vogelwelt am Gewässer. Ebenfalls mit von der Partie ist der Wasserverband Eifel Rur (WVER), der über Nutzen und Gefahren des Vichtbachs aufklärt. Seit nunmehr 26 Jahren veranstaltet der Heimat- und Geschichtsverein die Reihe „Meine Heimat Stolberg“ im Rahmen der Kupferstädter Weihnachtstage, und auch diesmal wird jeder einzelne Themenbereich der Ausstellung und insbesondere die Kombination in ihrer Fülle und Vielfalt die sehr sehenswerte Schau bestimmt erneut zu einem Publikumsmagneten machen und an den verbleibenden vier Ausstellungswochenenden mehrere Tausend Besucher anlocken.

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