Eschweiler - Ausstellung: Eigentümliche Art der Weltaneignung

Ausstellung: Eigentümliche Art der Weltaneignung

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Florale Elemente, fließende Texturen – ein Weltentwurf ganz eigener Art: Die Galerie Art Engert zeigt vom 8. September bis 20. Oktober die Ausstellung „Eigentum“ der Künstlerin Ingrid Roschek.

Eschweiler. Nach zahlreichen gemeinsamen Projekten ist nun die Ausstellung „Eigentum“ von Ingrid Roscheck in der Zeit vom 8. September bis zum 20. Oktober in den Räumen der Galerie Art Engert an der Wilhelmstraße 73g zu sehen.

 „Eigentum“ ist Titel dieser Ausstellung und einer sich ständig im Wandel und Ausbau befindlichen mehr- und vielteiligen skulpturalen Arbeit von Ingrid Roscheck. 2011 begann die Künstlerin mit der Arbeit an „Eigentum“, seither ist das Projekt in einem ständigem Wachstum und Umbau begriffen.

Die Ausstellung zeigt eine eigentümliche Art der Weltaneignung, bei der eigentlich eine – durch die weiße Farbe wie unverbrauchte – neue künstlerisch, künstliche Welt entsteht. Eine Sammlung – verwandt mit den Wunderkammern des Barock – die Pflanzliches, Technisches, Fragmentarisches zu einem Gesamtentwurf zusammen fügt.

„Eigentum“ bezeichnet hier eher das dieser Arbeit innewohnende Eigentümliche im Sinne von ungewöhnlich, seltsam, wunderlich und eben eigenartig. Im Gegensatz zu dem auch in dem Begriff angelegten Besitzanspruch: Mein Eigentum! Der in dem Moment unterlaufen wird, wenn jemand sagt: das möchte ich haben. Denn – und das ist weniger eigentümlich als man denkt: diese Dinge sind käuflich.

Enges Geflecht

Eigentlich ungewöhnlich und eigenartig ist die Situation, in der sich der Besucher beziehungsweise Betrachter der Ausstellung findet: nämlich innerhalb einer Skulptur, die aus unterschiedlichen einzelnen Teilen ein miteinander kommunizierendes Geflecht solitärer Objekte bildet. Ein auf merkwürdige Art komplexes Gesamtensemble, dessen einzelne Positionen in ihrer Eigenart bestehen bleiben und doch äußerst spannende und weit verzweigte Korrespondenzen bilden.

Es entsteht eine Objekt-Gesellschaft aus floralen Elementen, fließenden Texturen, hängenden und stehenden amorphen Architekturen, die mitunter auch bewohnt werden. Es ist ein Weltentwurf ganz eigener Art, ein zugänglich gemachtes, ein öffentliches Eigentum, ein Eigen-Tun mit der expliziten Einladung zur Teilhabe, zur Begehung und Betrachtung. Dem Besucher eröffnet sich ein persönliches Archiv einer speziellen Welt-Wahrnehmung.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, 8. September, 17 Uhr, in der Galerie Art Engert in der Wilhelmstraße 73 statt. Die Galeristin Anita Engert und die Künstlerin Ingrid Roscheck führen in einem Zwiegespräch in die Ausstellung ein.

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