Ausschuss fordert Anschluss von Camp Astrid an Autobahn

Von: Jürgen Lange
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Damit nicht immer wieder Fahrz
Damit nicht immer wieder Fahrzeuge über den Bürgersteig fahren, soll eine Ausweichstelle in der Engstelle der Wilhem-Pitz-Straße geschaffen und Parkflächen neu markiert werden. Foto: J. Lange

Stolberg. Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zum Lärmschutz sowie eine Verbesserung der Parksituation soll es nicht nur auf den Ortsdurchfahrten der Landesstraße 12 in Breinig und Breinigerberg sowie der Sebastianusstraße in Atsch, sondern auch entlang der Kreisstraße 13 in Büsbach und Münsterbusch geben.

Einstimmig folgte der Ausschuss für Stadtentwicklung den von der Verwaltung vorgeschlagenen Konsequenzen aus der Verkehrsuntersuchung in den westlichen Stadtteilen.

Eine solche ist der Verzicht auf eine Realisierung von Ortsumgehungen für Breinig, weil die Folgeprobleme schwerer wiegen würden als die entlastende Wirkung. Andererseits soll die Forderung nach einem Bypass für Atsch ebenso wie die nach einem Autobahnanschluss von Camp Astrid forciert werden. Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt hofft, mit einem regionalen Konsens die Stolberger Wünsche im Landesstraßenbedarfsplan 2015 ansprechend berücksichtigen zu können.

Ein Vorhaben, das allerdings nicht einfach zu realisieren sein wird, wie die ersten Antworten zum Stolberger Vorschlag, die Ortslagen Mausbach, Gressenich und Donnerberg durch eine Osttangente zu entlasten, unterstreichen. Städteregion und Landesbetrieb haben schon einmal mit Verweis auf fehlende Finanzen abgewunken, und die Landesregierung hat sich von Neubauprojekten grundlegend verabschiedet, berichtete Pickhardt. Als Hoffnung bleibt, dass die Berechnungen zum grenzüberschreitenden Verkehrsmodell der Städteregion die Bedeutung der Stolberger Ergebnisse unterstreichen und im regionalen Konsens Düsseldorf überzeugt werden kann.

Während die Stadt mit dem Landesbetrieb derzeit erste verkehrssichernde Maßnahmen für die Sebastianusstraße (L 236) im Rahmen des Radwegebaus abstimmt, die vermutlich im kommenden Jahr umgesetzt werden, hat der Ausschuss für die L 12 in Breinig und Breinigerberg auf Basis der durchgeführten Bürgerbeteiligung seine Vorstellungen schon einmal manifestiert.

An der Kreuzung mit der K 14 erscheint die Einrichtung eines Kreisverkehrs zwar wünschenswert, allerdings unrealistisch. Das Augenmerk gelegt werden soll bei der nächsten Fahrbahnsanierung auf den Einbau von Flüsterasphalt, der Installation eines „Starenkastens” und regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen.

Zur Geschwindigkeitsreduzierung „Auf der Heide” sollen die Mittellinie entfernt, die seitlichen Parkflächen ergänzt und neu markiert sowie ein 30-Piktogramm auf die Fahrbahn gemalt werden.

Im Bereich der Einmündung der Neustraße sollen die Fußgänger-Piktogramme neu markiert und, falls die Mittel aus dem Konjunkturpaket reichen, der Übergang barrierefrei gestaltet werden.

Auf der Wilhelm-Pitz-Straße soll einerseits das Halteverbot so ausgeweitet werden, dass eine ausreichend große Ausweichstelle entsteht, die notfalls abgepollert wird, wenn Autofahrer weiterhin die Gehwege überfahren. Vor den Geschäften soll eine Parkscheibenzone mit zweistündiger Höchstparkdauer markiert und verstärkte Kontrollen durchgeführt werden. Näher untersucht wird, ob unter Beibehaltung der Aufenthaltsqualität zusätzliche Stellflächen auf dem Rektor-Kranzhoff-Platz geschaffen werden können.

Auf der Essiger Straße in Richtung Breiniger Berg wird langfristig ein anliegerbeitragspflichtiger Ausbau mit beidseitigen Gehwegen und Parkstreifen mit Baumbeeten, einem Radweg und Mittelinseln angestrebt. Kurzfristig sollen die Entfernung der Mittellinie, eine Einengung der Fahrbahn durch seitliche Linien sowie ein Parkstreifen auf der nördlichen Seite gegen Geschwindigkeitsüberschreitungen helfen.

In der Ortslage Breiniger Berg soll mittelfristig ein Fahrbahnteiler als Querungshilfe installiert werden. Der „Starenkasten” soll reaktiviert und sein Standort optimiert sowie die Mittellinie entfernt werden.

Für die meisten Maßnahmen ist die Zustimmung von Landesbetrieb oder Städteregion erforderlich. Mit rund 700.000 Euro kalkuliert werden Planungs- und Baukosten für die Ersterschließung der L 12 auf freier Strecke; sie müssen jedoch für einen kommenden Haushalt noch angemeldet werden.
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