Stolberg - Ausschuss „entschärft“ Vorlage: Keine Aussage zu Grundschulklassen

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Ausschuss „entschärft“ Vorlage: Keine Aussage zu Grundschulklassen

Von: gro
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Stolberg. Die Anwesenheit des Bürgermeisters hatte eigentlich nichts mit der Tagesordnung zu tun. Doch es passte, so stellte Ferdi Gatzweiler fest, ganz gut, dass er den wegen einer Fortbildung verhinderten Fachbereichsleiter Willi Seyffarth in der Sitzung des Schulausschusses vertrat.

Gatzweiler nutzte die Gelegenheit, um sich zu den intensiven Diskussionen zu äußern, die die Verwaltung ausgelöst hatte durch ihre Vorlage und die Ankündung, dass an einer oder sogar mehreren Grundschulen in den Außenbezirken Eingangsklassen wegfallen werden. „Wir haben es in den vergangenen zwei Jahren geschafft, unter breiter Beteiligung auch zu kritischen Themen einen Konsens zu finden“, stellte der Bürgermeister fest. „Und wir wollen auch in Zukunft Lösungen finden, ohne dass sich jemand benachteiligt fühlen muss.“

„Zukunftswerkstatt“

Allerdings dürfte es diese im konkreten Fall erst im Sommer geben. Ende April wird es mit dem Bildungsbüro der Städteregion zunächst eine „Zukunftswerkstatt“ für die Grundschulen geben. Im Juni sollen dann die Zügigkeiten für das Schuljahr 2015/16 festgelegt werden. Inwieweit die von der Verwaltung angepeilte langfristige Regelung zum Tragen kommen wird, bleibt nach der Sitzung des Ausschusses abzuwarten. Zwar verwies Gatzweiler gegenüber dem Gremium und auch im Gespräch mit unserer Zeitung darauf, „dass es schulrechtliche Vorgaben hinsichtlich der Zahl und Größe der Eingangsklassen gibt, die wir auch in Stolberg einzuhalten haben“. Der kritische Passus der Vorlage, in dem die Absenkung der Zügigkeiten erwähnt war, wurde von der Politik jedoch einstimmig und ohne Diskussion gestrichen – und zwar ersatzlos.

Dem Vernehmen nach war dies die Reaktion auf einen Termin vom Montagabend mit Ute Esser und Hildegard Lüttecke. In der Unterredung mit Vertretern von CDU und SPD hatten die Leiterinnen der Grundschulen Zweifall und Gressenich geltend gemacht, dass sie eine längerfristige Festlegung ihrer Einrichtungen auf jeweils nur eine Eingangsklasse zu diesem Zeitpunkt für verfrüht und deshalb nicht vertretbar halten. Dies hatten die beiden auch in einer schriftlichen Stellungnahme an unsere Redaktion zum Ausdruck gebracht. „Nichts desto trotz werden wir eine Lösung finden müssen“, betonte Ferdi Gatzweiler am Donnerstag, der nach eigenem Bekunden auch diesmal auf die Moderation des Bildungsbüros setzt. „Wir brauchen einen tragfähigen Kompromiss. Deshalb ist die Vorlage entschärft worden.“

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