Aus Prymetall wird Aurubis

Von: gro
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Jetzt ist es auch von Weitem zu erkennen: Der Name „Prymetall” gehört ab Mittwoch der Geschichte an.

Stolberg. Dem alt eingesessenen Stolberger wird der Wechsel vermutlich schwerfallen. Denn am morgigen Mittwoch bricht ein neues Zeitalter an: Aus der Norddeutschen Affinerie wird Aurubis. Die Verschmelzung mit dem einstigen Konkurrenten Cumerio ist damit endgültig vollzogen.

Und auch der Name Prymetall gehört dann der Geschichte an. „Der Konzern dokumentiert mit diesem Schritt, dass wir zur Aurubis-Gruppe und damit zum Kerngeschäft gehören”, gewinnt Holger Artelt der Veränderung viel Positives ab.

Und sein Geschäftsführer-Kollege Ulrich Patalla betont: „Das ist ein klares Bekenntnis zum Standort.”

„Aurubis Stolberg GmbH & Co. KG” heißt es also ab morgen an der Zweifaller Straße; nach der Loslösung von William Prym Anfang 2002 gibt es somit den zweiten markanten Einschnitt.

Auf das operative Geschäft wird sich dies nicht wesentlich auswirken. „Wir sind weiterhin eine eigenständige Gesellschaft”, stellt Artelt fest. „Aber es ist ein gutes Gefühl, eine derart starken Mutterkonzern zu haben.” Vor allem in Zeiten, in denen Banken ausgesprochen zögerlich bei der Kreditvergabe sind. „Mit diesem Problem müssen wir uns nicht auseinandersetzen”, ist der Geschäftsführer froh, wenngleich es ansonsten wenig freudige Anlässe gibt, denn: „Wir verzeichnen weiterhin einen deutlichen Auftragsrückgang. Und ich kann nicht sagen, dass wir die Talsohle durchschritten haben.”

Kündigungen kein Thema

Betriebsbedingte Kündigungen stehen dennoch nicht an, betont Artelt und verweist auf die zunächst bis Ende des Jahres angemeldete Kurzarbeit und die zum 1. April beginnenden Qualifizierungsmaßnahmen, die helfen sollen, die schwierigen Zeiten zu überbrücken. „Die Bundesregierung hat sehr viel dafür getan, dass die Unternehmen mit diesen Maßnahmen eine deutlich spürbare Entlastung erreichen können”, lobt Holger Artelt die Politik. Zusammen mit flexiblen Arbeitszeitkonten stehen drei Instrumente zur Verfügung, mit denen sich Prymetall - und ab morgen Aurubis Stolberg - Luft in der Krise verschaffen kann.

Und weil jede Durststrecke auch ein Ende hat, blicken die Geschäftsführer auch schon weiter voraus. „Wir werden im Forschungs- und Entwicklungsbereich keine Einsparungen vornehmen”, kündigt Artelt an. Zudem soll die Ausbildungsquote auf dem hohen Niveau von fast zehn Prozent gehalten werden. Schließlich wird das „rote Gold” Kupfer, auf das der Name Aurubis mit seinen lateinischen Wortwurzeln anspielt, auch wieder eine stärkere Nachfrage erfahren. „Und dann”, so betont Ulrich Patalla, „wollen wir richtig aufgestellt sein”.
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