Stolberg-Breinig - Aus grauer Hauswand zaubern Breiniger Grundschüler ein buntes Kunstwerk

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Aus grauer Hauswand zaubern Breiniger Grundschüler ein buntes Kunstwerk

Von: Heike Eisenmenger
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Kleine Picassos: Anna (vorne)
Kleine Picassos: Anna (vorne) und ihre Schulkameraden verschönern eine Wand an der Kirchgasse mit einem tollem Bild. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg-Breinig. In ihren Kitteln und den zu großen Shirts erinnern die Kinder an kleine Picassos. Mit der Farbpalette in der einen und dem Pinsel in der anderen Hand beäugt Anna selbstkritisch ihr Werk. „Meine Freundin, die Karin, und ich malen die Pferde”, sagt die Achtjährige im Plauderton.

„Pferde malen kann ich am besten. Mit dem Kopf klappt es ganz gut, aber die Beine krieg ich einfach noch nicht richtig hin.” Die Pferde, die Anna und Karin malen, galoppieren auf einer mehrere Meter langen Hauswand an der Kirchgasse.

Das bunte Bild ist ein Kunstprojekt und der Beitrag der Breiniger Grundschule zum Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft”. Sinn des Wettbewerbs ist, mit Ideen und Verbesserungsvorschlägen die Lebensqualität aller im Ort zu erhöhen, eben gemeinschaftlich Dinge zu verbessern. Eine triste Hauswand von Kindern bemalen zu lassen, ist in mehrfacher Hinsicht ein Gewinn für alle: Es sieht gut aus, die Kinder bringen sich in die Gemeinschaft ein und probieren sich zudem auf künstlerischer Ebene aus.

Das Wandbild war ein Teil des Puzzles, das der Jury des Wettbewerbs auf Städteregionsebene insgesamt so gut gefiel, dass sie Breinig mit dem vierten Platz und einem Sonderpreis für die gelungene Präsentation belohnte.

Das Kunstprojekt an sich ist ein Angebot im Rahmen der Nachmittagsbetreuung an der Grundschule. Die Schmuckdesignerin und Goldschmiedemeisterin Petra Rink zeigt den Schülern einmal in der Woche, wie Farben gemischt werden, wie man sie aufträgt oder etwa auch, wie die Beine eines Pferdes besser gelingen.

Üblicherweise malen die Kinder auf Papier, Pappe oder auf Leinwand. Eine Hauswand bemalen zu dürfen, ist etwas Besonderes. „Kunst macht echt Spaß, aber wenn es im Sommer draußen richtig heiß ist, dann wird es im Klassenzimmer immer so stickig”, erklärt Anna. „Darum habe ich mich total gefreut, als Petra uns erzählte, dass wir eine Hauswand bemalen dürfen. Da ist man ja im Freien!”, sagt die Achtjährige und strahlt, so als ob sie eine verflixt schwere Rechenaufgabe gelöst hat.

Es ist die Hauswand von Familie Haetfeld, die die Schüler verschönern. Nicht zum ersten Mal stellen die Haetfelds ihre Wand zur Verfügung: „Schon vor drei Jahren haben Grundschüler unsere Mauer farbenfroh gestaltet”, erzählt Gisela Haetfeld.

Eine Hauswand bemalen, das dürfe man ja sonst nie, bemerkt die achtjährige Karin. „Schön ist auch, dass wir malen dürfen, was wir wollen. Nur eines müssen wir berücksichtigen - nämlich, dass das Bild in eine gute und eine schlechte Seite unterteilt sein muss”, erklärt das Mädchen weiter.

Reiten steht für das Schöne

„Auf der schlechten Seite des Bildes haben wir ein Atomkraftwerk und Fabriken gezeichnet”, erläutert der zehnjährige Till. Für das Schöne im Leben hingegen stehende lachende Kinder, Schmetterlinge, Blumen, grüne Wiesen - und Pferde. „Reiten gehört zu den schönen Dingen im Leben”, versichert sofort die kleine Anna, die demnächst sicherlich auch die Pferdebeine hinkriegt.
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