Stolberg - Aus dieser Zapfsäule kommt nur Strom

FuPa Freisteller Logo

Aus dieser Zapfsäule kommt nur Strom

Von: Kolja Linden
Letzte Aktualisierung:
e-tanke-bu1
„Fährt sich gut”: Bürgermeister Ferdi Gatzweiler bei der Probefahrt.

Stolberg. Der Bürgermeister ist durchaus angetan. „Fährt sich gut”, sagt Ferdi Gatzweiler, als er nach kurzer Probefahrt dem kleinen Fiat 500 entsteigt, den der Energieversorger EWV zum Elektroauto hat umbauen lassen.

Aufgetankt - oder besser aufgeladen - wurde der kleine Flitzer, der es auf knapp über 100 km/h bringt, zuvor an Stolbergs erster Elektro-Ladesäule, die am Mittwoch Vormittag eingeweiht eingeweiht wurde. Sie steht an prominenter Stelle, in unmittelbarer Nähe zum Galminusbrunnen auf dem Willy-Brandt-Platz. Direkt vor der EWV-Zentrale, aber auf städtischem Grund, wie Andreas Ihrig betont.

Das wird nicht das typische Ladeverhalten sein”, sagt der EWV-Sprecher, als der Fiat noch am Ladekabel hängt. In Zukunft würden Elektrofahrzeuge zu Hause in der eigenen Garage aufgeladen oder zum Beispiel über Nacht auf dem Hof des Arbeitgebers. „Diese öffentlichen Ladestationen sind aber wichtig, um die Technologie in der Region publik zu machen.”

Und deshalb sollen weitere Ladesäulen im gesamten EWV-Versorgungsgebiet folgen. Die Stolberger ist bislang die dritte - weitere Stationen stehen vor dem Eschweiler Rathaus und am Städteregionshaus in der Aachener Zollernstraße. „Die Städteregion hat ebenfalls einen solchen Fiat von uns im Fuhrpark”, erklärt Ihrig, „Städteregionsrat Helmut Etschenberg ist damit selbst schon zu Terminen gefahren.”

Noch ist der Kostenfaktor ein Problem bei der Verbreitung, räumt EWV-Geschäftsführer Manfred Schröder ein. „Weil man das normale Auto bezahlt und anschließend noch den Umbau.” Doch das werde sich in Zukunft gewaltig ändern. „Dann wird es Fahrzeuge geben, die genau darauf konzipiert sind”, sagt Schröder. Das werde den Preis deutlich senken, zumal ein Elektrofahrzeug mit viel weniger Technik auskomme als die spritfressende Konkurrenz.

Absolut günstig ist schon jetzt der Verbrauch, erklärt Heinz Theis: „Rund drei Euro kostet der Strom für 100 Kilometer”, unschlagbar findet das der EWV-Energieberater. „Die Stromfahrzeuge haben eine gigantische Entwicklung genommen”, erklärt Manfred Schröder, warum sich das Stolberger Versorgungsunternehmen so auf diesem Markt engagiert. Weil die meisten Deutschen ihr Auto für die kurze Fahrt zur Arbeit oder zum Einkauf nutzen, sei das Elektrofahrzeug für viele Nutzer genau richtig, zumal man es bequem zu Hause aufladen könne. „Ich glaube, dass Elektrofahrzeuge mit ihrer dynamischen Entwicklung und Umweltfreundlichkeit zum Renner werden”, ist Schröder überzeugt.

In Stolberg will die EWV Unternehmen und Privatnutzer von den Vorteilen überzeugen. „Betriebe zum Beispiel, für die Elektroautos im Fuhrpark auch aus Imagegründen Sinn machen, können von uns ganze Pakete bekommen”, sagt Andreas Ihrig. Dazu gehörten die entsprechenden Fahrzeuge samt Aufladestation, Akkus und mehr. „Das sind Dinge, die wir komplett anbieten.”

Ferdi Gatzweiler jedenfalls ist bei der Proberunde auf den Geschmack gekommen. Der Bürgermeister kann sich vorstellen, in Zukunft auf Elektro umzusteigen, auch was die Verwaltung angeht: „Wer, wenn nicht die Stadt, sollte dafür Werbung machen?”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert