Stolberg - Auf der Liester sollen Mängel verschwinden

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Auf der Liester sollen Mängel verschwinden

Von: Kolja Linden
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Gibt es bald Grund zu feiern, wie hier beim Herbstfest der Aktiven Stolberger Senioren? Im Seniorenzentrum stehen jedenfalls umfangreiche Sanierungsarbeiten an, wie von den Bewohnern gefordert. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. 30 Jahre ist das Seniorenwohn- und Sozialzentrum auf der Liester nun schon alt, und geht es nach dem Willen des 100-prozentigen Gesellschafter des Hauses, der Stadt Stolberg, sollen noch einige möglichst gute Jahre hinzukommen.

Dass dieser Wunsch gerade in jüngerer Vergangenheit nicht immer nah an der Wirklichkeit war, haben die Bewohner zuletzt mehrfach deutlich gemacht, als sie ihren Unmut über den Zustand der Einrichtung äußerten und endlich Investitionen in verschiedenen Bereichen des Komplexes anmahnten.

In einem Bürgerantrag, der am 2. Dezember im Beschwerdeausschuss des Rates thematisiert wurde, hatten die Senioren zahlreiche Mängel aufgelistet.

Viele davon seien, so der Geschäftsführer des Hauses, Harold van Donzel, bereits abgestellt worden. So hatte van Donzel bereits in einer Bewohnerversammlung am 11. Februar den Betriebsbeginn einer neuen Küche und abgeschlossene Investitionen in die Behindertentoilette im Erdgeschoss sowie die Anschaffung eines Rollstuhls für den Eingangsbereich vermeldet. Andere Investitionen kündigte der Geschäftsführer noch für das laufende Jahr an.

Für die konstruktive Instandhaltung der Gebäude und die Instandsetzung von Dach und Fach ist zwar laut Vertrag die Eigentümerin, die LEG, zuständig, die übrige Instandsetzung jedoch obliegt der Stadt als Pächterin. Das gilt vor allem für das Zubehör und sämtliche Anlagen. Und da bei größeren Instandsetzungen der Geschäftsführer die Zustimmung durch die Sadt einholen muss, entscheidet nun der Hauptausschuss über einen Investitionsantrag der Betriebsführungs GmbH.

Der teuerste Einzelposten darin ist die Grundsanierung der beiden Aufzugsanlagen. Bewohner hatten sich beschwert, dass diese sehr abrupt und teilweise nicht mehr ebenerdig stoppen, was Sturzgefahr und ein beschwerliches Zu- und Aussteigen hervorruft. Notwendig ist eine neue Steuerung für die alte Anlage, dazu soll eine akustische und visuelle Stockwerkansage seh- und hörbehinderten Bewohnern hilfreich sein.

Die Sanierung ist mit 85.000 Euro veranschlagt. 16.500 Euro kostet eine neue Bestuhlung im Foyer, weil vle der Stühle zu schwer oder defekt sind. Zunächst sollen zehn Teststühle für eine Probephase angeschafft werden. Dritter und letzter Posten des 14.2000-Euro-Antrags ist die Verlegung neuer Bodenbeläge (56.000 Euro), da der alte Teppichboden kaum noch zu reinigen und teilweise von Ungeziefer befallen ist.

Im Wirtschaftsplan der Betriebsführungs GmbH für 2009 sind 115000 Euro für die Instandhaltung und -setzung der gesamten Einrichtung vorgesehen. Ob und in welcher Höhe daraus Mittel für die im Antrag vorgesehenen außerplanmäßigen Investitionen genutzt werden können, ist derzeit nicht absehbar.
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