Stolberg - Auch ohne Geld der Stadt sollen Dörfer Zukunft haben

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Auch ohne Geld der Stadt sollen Dörfer Zukunft haben

Von: -jül-
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Möchte mit der Kommission im Sommer 2011 auch wieder Dörfer in Stolberg bereisen: Regionalplanerin Ruth Roelen (l.). Foto: J. Lange

Stolberg. „Der Kreiswettbewerb war ein voller Erfolg”, bilanziert die Städteregion über das Projekt „Unser Dorf hat Zukunft”, an dem sich vor zwei Jahren auch vier Orte in der Kupferstadt beteiligten. Büsbach erreichte dabei sogar den zweiten Platz im Nordkreis, Breinig verfehlte das Siegerpodest im konkurrenzstarken Süden nur knapp, wo auch Vicht und Mausbach mit großen Engagement teilnahmen.

Allein schon die Teilnahme war ein Gewinn für die Dorfgemeinschaften, die sich intensive Gedanken für die weitere Entwicklung ihrer Stadteile machten und ihre Gemeinschaft stärkten, auch ohne dabei die Qualifikation für die nächste Entscheidungsrunde auf Landesebene zu erreichen.

Bei Planungswerkstätten beschäftigten sich inbesondere die Büsbacher (als Wettbewerbsgewinn) und die Mausbacher (als städtisches Projekt) noch detaillierter mit den Wünschen nach einer zukünftigen Gestaltung insbesondere der Mittelpunkte ihrer Dörfer. Doch die Ergebnisse des bürgerschaftlichen Engagements sind mittlerweile erst einmal in den Schubladen des Stolberger Rathauses gelandet. Denn für eine Umsetzung beispielsweise einer Umgestaltung des Markusplatzes sowie der Schaffung eines einheitlichen Stadtbildes im Umfeld des Büsbacher Marktplatzes fehlt angesichts der völlig desolaten Finanzlage und der Vorschriften der Kommunalaufsicht auf nicht absehbare Zeit einfach das Geld.

Losgelöst von der insovlenten Lage der Kupferstadt bereitet derweil die Stolbergerin Ruth Roelen als Regionalplanerin der Städteregion den nächsten Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft” vor, der im Sommer 2011 in die Bereisung der teilnehmen Orte münden soll. Diesmal trägt der Wettbewerb dem Neuzuschnitt der Städteregion Rechnung und wird in drei Gebiete aufgeteilt: Nord- und Südraum des alten Kreisgebietes sowie das Aachener Stadtgebiet - vorbehaltlich der erwarteten parlamentarischen Zustimmung der Gremien der Städtregion.

Erste Informationsveranstaltungen sind für den 16.Juni (Baesweiler), 22.Juni (Aachen) und 1.Juli (Rurberg) bereits ins Auge gefasst, und auch die Kriterien des Wettbewerbs bleiben weitgehend unverändert. Auf Grundlage der individuellen Ausgangssituation und der potenziellen Entwicklungsmöglichkeiten werden neben der Konzeption die wirtschaftlichen Initiativen, die Baugestaltung, soziales und kulturelles Leben, Grüngestaltung, das Dorf in der Landschaft sowie die Landwirtschaft nicht nur begutachtet, sondern die Themenfelder dienen auch als Basis für weitere Anregungen.

Und die gewinnen aus Sicht der Kupferstadt erst recht wegen der Finanzlage eine weitere Bedeutung: Die Stolberger werden in den nächsten Jahren zunehmend auf bürgerschaftliches Engagement angewiesen sein, um ihre Zukunft und ihr Lebensumfeld gestalten zu können.
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