Atsch greift nach der Stadtkrone

Von: Lukas Franzen
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In der Vorrunde hatten die rot
In der Vorrunde hatten die roten Teufel aus Münsterbusch noch souverän den Vorjahressieger Breinig aus dem Turnier gekickt, aber gegen die Stolberger SG bleibt dem SC nur noch das Spiel um Platz 3. Foto: L. Franzen

Stolberg-Atsch. Das zweite Halbfinale zwischen Münsterbusch und SG Stolberg war bereits in vollem Gange, doch immer noch schallten die Jubelgesänge aus durstigen und fröhlichen Atscher Kehlen über den Sportplatz an der Hammstraße.

Von „Humba täterä” bis „Finale oooohoooo”, die Freude über den Finaleinzug der Gastgeber kannte nach Spielende am Samstagnachmittag keine Grenzen, und so feierten die Atscher ihren Sieg über Adler Büsbach, als hätten sie die Stadtmeisterschaft bereits gewonnen.

Es war ein Spiel von dem Dieter Malischke, ASA Atsch Coach, am Ende sagen sollte: „Eigentlich hätten wir hier 3:0 oder 4:0 gewinnen müssen”. Doch die Dramaturgie des ersten Halbfinals bei der Stadtmeisterschaft sah einen spannenderen Spielverlauf vor. Im Duell der beiden B-Ligisten hatte ASA Atsch deutlich mehr vom Spiel und erhöhte im Laufe der zweiten Hälfte den Druck auf das gegnerische Tor, während die „Adler” aus Büsbach das 0:0 verwalteten.

Dass die Atscher den Sieg nach regulärer Spielzeit noch nicht perfekt machten, lag vor allem an ihrer eigenen Chancenverwertung und an Torwart Sascha Nießen, der seine Büsbacher durch tolle Reflexe mehrfach im Spiel halten konnte. So auch in der letzten Spielminute, als die ASA-Kicker frei vor dem Tor in Nießen ihren Meister fanden.

An der Niederlage im Elfmeterschießen konnte dann aber auch der Büsbacher Schlussmann nichts mehr ändern, gelang seinen Teamkollegen doch auch vom Punkt aus kein Treffer. Endstand: 3:0 für die Gastgeber aus der Atsch. „Wir waren die absolut bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen”, freute Dieter Malischke sich über ein faires Halbfinalduell und das anstehende Finale vor heimischer Kulisse. „Wir haben unser großes Ziel erreicht. Das war eine riesen Woche für uns.”

Günter Mauelshagen, Trainer von Adler Büsbach, zur Leistung seiner Mannschaft: „Das Spiel war lange ausgeglichen. Urlaubsbedingt mussten wir hier aber mit unserem letzten Aufgebot antreten”. Zahlreiche junge Spieler zwischen 17 und 20 Jahren seien in der Startelf zu Zuge gekommen, was in der Saisonvorbereitung natürlich auch Vorteile habe.

Den Büsbachern bleibt nun -wie bei den eigenen Stadtmeister-schaften im letzten Jahr - das „kleine Finale” und die Hoffnung auf die Verteidigung des dritten Platzes. Auf den hat es garantiert auch der SC Münsterbusch abge-sehen, der in der Vorrunde überraschend Landesligist und Vorjahresfinalist SV Breinig aus dem Wettbewerb warf, im zweiten Halbfinale jedoch knapp gegen A-Ligist SG Stolberg unterlag. In einem ausgeglichenen Spiel machte Marko Sieger seinem Namen alle Ehre und erzielte Mitte der zweiten Hälfte den Treffer des Tages für seine „SG” (Endstand: 1:0).

Die spannende Frage: Welcher Faktor entscheidet am Ende also dieses Finale? Der Heimvorteil für ASA Atsch oder doch die höhere Ligazugehörigkeit der „SG”? Das Vorrundenaus der beiden Landesligisten Vichttal und Breinig hat gezeigt: Beim Kampf um die Stadtkrone ist in diesem Jahr in Stolberg alles möglich.
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