Arbeiterwohlfahrt bringt die Jecken auch im Jugendheim zum Toben

Von: Toni Dörflinger
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Schönes Stimmungsbild: Alle Stolberger Tollitäten hakten sich bei der AWO-Sitzung im Münsterbuscher Jugendheim unter und feierten gemeinsam auf der Bühne. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Zahlreiche Kupferstädter Tollitäten auf der Bühne zu vereinigen, das schafft eben nur die Arbeiterwohlfahrt. Bei deren Karnevalssitzung waren neben Kurt II. (Schiffer) und Prinzessin Charlotte I. (Claßen) mit Abes I. (Andreas Aberle), Daniel I. (Koch), Alicia I. (Cabello), René Lauscher und Janina Madau, auch die Kaiser und Prinzen aus Breinig, Venwegen und Zweifall gern gesehene Gäste.

Erstmals war nicht die Stadthalle Veranstaltungsort, sondern das Münsterbuscher Jugendheim, wo es – der räumlichen Enge geschuldet – etwas familiärer und ungezwungener zuging. Unverändert hoch war hingegen die Qualität des Programms bei der mittlerweile 45. Auflage, das vom AWO-Vorsitzenden Manfred Steffens und Sitzungspräsidentin Andrea Müller zusammengestellt worden war. Showtanz, Musik, Büttenreden und Comedy wurden geboten.

Den Anfang bei der vierstündigen Veranstaltung machte die KV De Vennkatze, die mit einem Mariechentanz von Laura Robens das überwiegend bunt kostümierte Publikum begeisterte. Danach hatte Josi Brandt aus Eschweiler-Nothberg als „Schlabberschnüss uss Bersch“ ihren Auftritt. Sie überzeugte mit einer glänzenden Büttenrede, die Anspielungen auf das vermeintliche freudlose Eheleben, den eigenen mangelnden Rechtschreib- und Sprachkünsten sowie die scheinbare Rückständigkeit der Nordeifler Bevölkerung zum Besten gab.

Die Rolle des Eisbrechers hatte diesmal die aus Mönchengladbach stammende Band „Dröpkes“ übernommen. Sie versorgte die Besucher mit Partyhits und Karnevalsschlager. Richtig voll wurde es auf der Bühne, als die Stolberger Tollität Kurt II. und seine prinz- und kaiserlichen Kollegen das Parkett eroberten. Denn sie alle hatten Hofstaat und Gefolge mitgebracht. Blickfang und Hauptdarsteller war diesmal aber nicht Kurt, sondern die neunjährige Kinderprinzessin der Ersten Großen Charlotte I., die gemeinsam mit ihrem als „Riesenzwerge“ auftretenden Hofstaat eine flotte Show bot.

Glänzend in Form präsentierten sich auch die „United Dancers“ aus Eschweiler, die minutenlangen Beifall einheimsen konnten. Neben Josi Brandt erhielten auch Kai Kramosta aus Köln als „Pfundskerl“ und das Duo „Ernst und Willi“ aus Koblenz Gelegenheit, ihr Talent als Büttenredner unter Beweis zu stellen.

Natürlich waren die Vennkatzen nicht die einzige Karnevalsgesellschaft im Saal. Zu später Stunde machte auch die Eschweiler KG Löwengarde den AWO-Gästen mit einer großen Formation ihre Aufwartung. Abordnungen hatten aber auch andere örtliche Gesellschaften gestellt: Neben den Komiteegesellschaften waren das die KGs aus Breinig, Vicht, Mausbach, Venwegen und Zweifall.

Für den Programmabschluss sorgte die Musikgruppe „Jod Jeck“ aus Kerkrade, der es zu später Stunde gelang, die Besucher noch einmal von den Stühlen zu reißen.

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