Stolberg-Büsbach - Anwohner wollen nicht länger auf den Spielplatz warten

Anwohner wollen nicht länger auf den Spielplatz warten

Von: dim
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Mangels eines Spielangebots haben die Anwohner im Neubaugebiet Brockenberg in Eigeninitiative eine Schaukel und ein hölzernes Fußballtor aufgestellt. Foto: D. Müller

Stolberg-Büsbach. „Wir wollen einen Spielplatz”, stand auf dem selbst gemachten Plakat der Kinder, die in der Mehrzahl waren, als Anwohner des Neubaugebiets am Brockenberg jetzt auf Einladung der CDU zusammenkamen.

Kein Plakat, sondern einen Bebauungsplan aus dem Jahre 1980, der einen Spielplatz im Bereich Eburonen- und Gallierweg vorsieht, hatte Ratsherr Siegfried Pietz mitgebracht. Die Realität im Jahr 2012 jedoch sieht anders aus: Das hölzerne Fußballtor und die Gartenschaukel auf dem ansonsten leeren Areal haben die Anwohner in Eigeninitiative positioniert - von einem angelegten städtischen Spielplatz gibt es keine Spur.

Ein solcher soll ab 2014 geplant werden. Bis dahin zu warten behage den Büsbachern allerdings nicht, zumal man nicht wisse, wann der Spielplatz dann tatsächlich Kindern zur Verfügung stehe, war der einhellige Tenor der Anwesenden, die ihrem Unmut Luft machten. Das Wort vom „nicht gerade kinderfreundlichen Stadtteil Büsbach” machte die Runde, und Anwohnerin Corinna Vagedes bemühte eine „kleine Stolberger Spielplatzstatistik”: „Auf dem Donnerberg gibt es zehn Spielplätze, in Breinig sechs, die kleine Liester hat fünf, und Stolbergs zweitgrößter Stadtteil Büsbach hat keinen einzigen Spielplatz - und das schon seit fünf Jahren.”

Das sei ein Umstand, der die Attraktivität des Neubaugebiets am Brockenberg für junge Familien nicht fördere. Vagedes betonte, die Anwohner würden bei ihrem Wunsch nach einem Spielplatz in Büsbach der Haushaltslage der Stadt durchaus Rechnung tragen: „Wir brauchen keinen Luxusspielplatz, sondern lediglich ein Spielangebot für unsere Kinder, das sich auch mit geringen Mitteln umsetzen lässt, und zwar so bald wie möglich.”

Doch auch „geringe Mittel” seien dem städtischen Haushalt kaum abzuringen, meinten die Vertreter der CDU, die sich über die Finanzierung eines Spielplatzes am Gallierweg bereits Gedanken gemacht hatten. Sie regten den Versuch an, die finanziellen Mittel für Spielgeräte von der Kulturstiftung der Sparkasse zu erlangen. Für diese können sich allerdings weder die Anwohner noch Parteien, sondern ausschließlich Vereine bewerben. Daher sprang CDU-Mitglied Markus von der Stein in die Bresche, der sich nun in seiner Funktion als Vorsitzender des Fördervereins St. Hubertus Büsbach um Gelder aus der Kulturstiftung bemühen möchte.

Die Büsbacher Anwohner wollen indes die Sitzung des Bau- und Vergabeausschusses am kommenden Mittwoch um 18 Uhr nutzen, um ihrer Forderung nach einem Spielplatz in dem Stadtteil nochmals Ausdruck zu verleihen.
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