Antrag vertagt: Zukunft leerstehender Häuser weiter offen

Von: oha
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Zahlreiche Ladenlokale in der Stolberger Innenstadt stehen leer. Können hier Studenten einziehen?

Stolberg. Der Antrag der CDU-Fraktion, zu untersuchen, wie man möglichst viele leer stehende Häuser in der Innenstadt zu barrierefreien Wohnungen für Senioren und Studenten umbauen kann, wurde am Dienstagabend im Hauptausschuss vertagt.

Zwar hatte die Stadtverwaltung ein Konzept diesbezüglich erarbeitet, doch das ging den Mehrheitspolitikern von CDU und SPD nicht weit genug. Rolf Engels (SPD) warf den zuständigen Ämtern vor, nicht optimistisch genug an die Sache heran gegangen zu sein: „Sie haben zwar akribisch die Fakten heraus gestellt, dabei aber vor allem auf Hindernisse für das Projekt wie etwa den Denkmalschutz hingewiesen. Das hätte man auch anders formulieren können, um zu zeigen, dass man selbst von dem Vorhaben überzeugt ist.“

Die Innenstadt sei Stolbergs Visitenkarte, so Engels. „Wenn wir das nicht hin bekommen, brauchen wir über andere Projekte gar nicht erst mehr nachzudenken.“ Und das in einer Zeit, in der Kredite für Investoren günstig wie nie seien. „Der Funke muss überspringen. Die Vorlage der Verwaltung ist einfach zu negativ.“ CDU-Fraktionssprecher Dr. Tim Grüttemeier äußerte sich ähnlich kritisch: „Es ging doch nicht darum, irgendwelche Briefe an Hausmeister zu schreiben.“

Die Stadt müsse offensiv ihren preiswerten Wohnraum bei den Aachener Studenten anbieten. Und mit dem öffentlichen Personennahverkehr werben. Dr. Grüttemeier: „Die sind doch von hier aus in 15 Minuten sowohl an der Hochschule als auch in der Innenstadt.“ Die Sprecher der beiden großen Fraktion haben die Sorge, dass der Stadt allmählich die Zeit davon läuft. Bernhardt Engelhardt forderte denn auch für die FDP-Fraktion, bis zur nächsten Ratssitzung zumindest schon einmal mehr Werbung im Internet für das Stolberger Angebot zu machen.

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