Ansichten über Jahrzehnte: Kortumstraße hat moderneres Aussehen

Von: Toni Dörflinger
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Stolberg. Im späten 19. Jahrhundert wurde am Steinweg ein bedeutsames Bauprogramm gestartet. Anlass war der Verkauf der Villa Kortum. Auf der Fläche wurde die Kortumstraße angelegt. Als Investor und Bauherr betätigte sich der Stolberger Architekt Carl Peltzer (1864-1945).

Er stattete das „Kortumsche-Terrain“ mit zahlreichen Neubauten aus, die überwiegend in der Formensprache des Historismus. So entstanden zwischen 1895 und 1905 zahlreiche Bauten, die auf Fotos der frühen 1970er Jahre noch zu sehen sind. So ist im Frontbereich der Häuser eine mit einem Gitter versehene Mauer abgebildet.

Sie grenzt einen Vorgarten ein. Etablieren konnte man die kleinen Vorgärten aber nur auf rechten Seite. Abgesehen von den beiden Eckbauten am Eingang zum Steinweg hatten die Häuser ausschließlich dem Wohnen gedient.

Zum Abbildungszeitpunkt war in dem linken Eckbau die Drogerie Klein ansässig, der ein Verkauf für Sanitätsartikel angeschlossen war. Rechts hatte sich das Bekleidungsgeschäft Kohler niedergelassen. Die Firma Josef Kohler hatte den Eckbau in den frühen 1960er Jahren erworben. Zuvor war der Eckbau von dem Bekleidungsgeschäft Theodor Bertram genutzt worden.

Vierzehn Jahre später, im Januar 1986, wurde die gesamte Kortumstraße unter Denkmalschutz gestellt. Fassadensanierungen hatte man bereits in den frühen 1980er Jahren vorgenommen. Damals erhielten die Bauten Kortumstraße 3 und 5 neue Anstriche. Darin eingeschlossen waren Ausbesserungen und Reparaturen der Stuckfassaden.

Unterstützt wurde das Sanierungsprogramm durch finanzielle Mittel, die die Stadt Stolberg, das Land NRW und das Rheinische Amt für Denkmalpflege zur Verfügung gestellt hatte. Ihr heutiges Aussehen erhielt die Kortumstraße um 1994. Im Rahmen des von der Kupferstadt forcierten Programms „Erneuerung historischer Stadtkerne“ wurde auch die Kortumstraße neu gestaltet: Asphalt musste einer Pflasterung aus Betonverbund- und Basaltsteinen weichen.

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