Stolberg - Anna-Klöcker-Straße: Straßenarbeiten werden vorerst auf Eis gelegt

Anna-Klöcker-Straße: Straßenarbeiten werden vorerst auf Eis gelegt

Von: Michael Grobusch
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Es gibt wieder Bewegung in der Angelegenheit. Prinzipiell ist das nicht neu, schließlich beklagen zahlreiche Eigentümer im Neubaugebiet an der Anna-Klöcker-Straße seit langem, dass durch die Folgen des früher dort betriebenen Bergbaus massive Schäden an ihren Häusern entstanden sind und das gesamte Gelände schleichend abrutscht.

Jetzt aber haben sich die Betroffenen in einer kurzfristigen Aktion organisiert, weil sie per Hauswurfsendung darüber informiert worden waren, dass die Anna-Klöcker-Straße hergerichtet und geteert werden soll.

„Wir befürchten neue Schäden, die im Zuge der Straßenbauarbeiten durch schweres Gerät hervorgerufen werden könnten”, erklärte Michael Jacobs am Freitag gegenüber unserer Zeitung. Gemeinsam mit Nachbarn ist der Hausbesitzer bei der Stadt vorstellig geworden und hat erreicht, dass die ab Montag angekündigte Maßnahme zumindest bis Mittwoch auf Eis gelegt wird.

An diesem Tag soll es vor Ort einen Gesprächstermin zwischen den Anwohnern und Vertretern der Bankaktiengesellschaft BAG geben, in deren Besitz neben den freien Grundstücken auch die Straße ist. Die BAG hatte ein bekanntes Tiefbauunternehmen mit der Herrichtung der Straße beauftragt, das seinerseits die Flyer in die Briefkästen gesteckt hatte.

„Wir fordern einen verbindlichen Nachweis, dass keine weiteren Schäden entstehen werden”, so Michael Jacobs. Empört ist er über das nach seiner Meinung erneut kurzfristige und unabgesprochene Vorgehen der BAG.

Auch von der Stadt zeigt er sich - einmal mehr - enttäuscht. „Man hat uns immer zugesagt, dass wir rechtzeitig informiert werden. Doch auch in diesem Fall ist das leider nicht geschehen.” Im Übrigen treffe das auch auf die Ortsbegehung eines geotechnischen Gutachters zu, der am Montag die Häuser und Grundstücke in Augenschein nehmen soll. „Dazu haben wir gerade eine Mail erhalten”, schüttelte Michael Jacobs Freitagmittag den Kopf.

Sein größtes Anliegen - und wohl auch das vieler Nachbarn - ist nach wie vor die Rückabwicklung des Kaufs. Entsprechende Verhandlungen mit der VR-Bank laufen zwar, sind bis dato aber noch nicht zu einem Abschluss gekommen. Die Stadt Stolberg hatte im Jahr 2000 einen Bebauungsplan für die 23.000 Quadratmeter große Fläche erstellt und diese an die heutige VR-Bank verkauft. Diese wiederum hat die 2009 noch nicht verkauften Grundstücke an die BAG weitergegeben.
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