Stolberg - Anmeldezahlen der Schulen sorgen für Zufriedenheit

Anmeldezahlen der Schulen sorgen für Zufriedenheit

Von: Michael Grobusch
Letzte Aktualisierung:
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Bekanntheitsgrad und Akzeptanz steigen offenbar: Mit 88 Anmeldungen für die zweite Eingangstufe liegt die Sekundarschule deutlich über dem Wert des Vor - und Gründungsjahres (75). Foto: M. Grobusch

Stolberg. Die Stimmung lässt sich mit einem Wort beschreiben: Zufriedenheit. Die hat sich Freitag Nachmittag nach Ablauf der Anmeldefrist in den weiterführenden Schulen der Kupferstadt breitgemacht. Alle Leiter zeigten sich gegenüber unserer Zeitung erfreut über die nun vorliegenden Zahlen für das Schuljahr 2014/15.

Auch Armin Ochse, wenngleich das Ritzefeld-Gymnasium als einzige Einrichtung im Stadtgebiet eine wesentliche Abweichung zu verzeichnen hat: Waren für das laufende Schuljahr noch 99 Anmeldungen eingegangen, so sind es für das kommende nur 71. Der Schulleiter aber kann nach eigener Aussage mit diesem Rückgang gut leben: „Wir sind mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Wir werden drei nicht zu große Klassen haben.“

Die im Vergleich zum Vorjahr „fehlenden Schüler“ hat Ochse im Süden des Stadtgebietes ausgemacht. „Aus Breinig haben wir diesmal kaum Anmeldungen und aus Zweifall gar keine. Das ist der fehlende vierte Zug.“ Zudem finden aufgrund der geografischen Lage kaum Kinder aus benachbarten Kommunen den Weg zur Ritzefeldstraße.

Das ist im Goethe-Gymnasium ganz anders. Immerhin 16 von den insgesamt 105 Einschreibungen stammen von zukünftigen Fünftklässlern, die in Eilendorf wohnen. Aber auch ohne sie hätte es am „Goethe“ wohl für vier Eingangsklasse gereicht. Was Bernd Decker sehr froh stimmt. „Zumal man bedenken muss, dass die Gesamtschülerzahlen rückläufig sind“, so der Rektor, der zwei Anmeldungen mehr als im vergangenen Jahr annehmen konnte.

Und satte 21 mehr als der Schulentwicklungsplan für das Gymnasium auf der Liester vorausgesagt hatte. „Wir liegen schon seit Jahren über den Prognosen“, so Decker, der in den Elterngesprächen keinen besonders oft genannten Grund für die große Nachfrage erkannt hat. Und deshalb einfach feststellt: „Unsere gute Arbeit wird geschätzt.“

Jörg Klein würde diesen Satz auch unterschreiben. Denn die Sekundarschule, die es 2013 nur mit sehr viel Mühe und äußerst knapp über die Hürde von 75 Anmeldungen als Voraussetzung für die Schulgründung geschafft hatte, gewinnt offenbar an Bekanntheit und Akzeptanz. „Ich bin hoch erfreut, dass ein zweites Angebot gemeinsamen Lernens in Stolberg angekommen ist.“ Zwar werde seine Schule eine Reihe von Kindern aufnehmen, die in der Gesamtschule abgelehnt worden seien.

„Aber in erster Linie haben wir es mit Schülern aus unserem Umfeld zu tun, was ganz im Sinne einer wohnortnahen Beschulung ist.“ 88 Anmeldungen liegen dem Schulleiter vor – 73 Kinder ohne und 15 mit sonderpädagogischem Förderbedarf möchten Mitte August an den Start gehen. Weil aber für Letztgenannte nur acht Plätze zur Verfügung gestellt werden können, wird auch Klein einige Ablehnungen aussprechen müssen.

Eßer: „68 ist optimale Zahl“

Eine mögliche Alternative könnte sich den Betroffenen in Mausbach bieten. Die dortige Realschule zählt 68 Einschreibungen, wird durch die Aufnahme von maximal acht Förderschülern aber voraussichtlich am Ende exakt den Vorjahreswert von 76 erreichen. Leiterin Charlotte Eßer spricht von einer „optimalen Zahl, weil die Gymnasien nach der Probezeit wieder Schüler abgeben werden, die wir bei Bedarf in unseren drei Klassen aufnehmen können.“

Über die Zuweisung der Plätze für die Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf wird die Städteregion als Schulaufsicht in Absprache mit der Stadt Stolberg voraussichtlich in der nächsten Woche entscheiden. Erst danach werden die endgültigen Aufnahmezahlen feststehen.

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