An den SV Breinig kommt niemand heran

Von: Michael Grobusch und Jan Schlegelmilch
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Nach dem souveränen Sieg im Finale durfte gefeiert werden: Der SV Breinig sicherte sich hochverdient den Titel des Stolberger Stadtmeisters 2009. Foto: G. Severens

Stolberg-Gressenich. Als der herausragende und zugleich bedauernswerte SSV-Keeper Torsten Grendel zum dritten Mal hinter sich greifen musste, war die Partie gelaufen. Vom Schlusspfiff war sie allerdings noch weit entfernt, hatte Dominik Lenzen im Endspiel um die Fußball-Stadtmeisterschaft und den Sparkassen-Pokal doch bereits in der 30. Minute zum zweiten Mal getroffen.

Sein Führungstreffer nach einer Viertelstunde und ein Treffer seines Offensivkollegen Michael Ostlender sorgten für klare Verhältnisse in einem ungleichen Duell, beim der B-Kreisligist Stolberger SV gegen den Landesligisten SV Breinig bis zur Pause insgesamt sechs Treffer kassierte. Auch Thomas Kloski (37.), Nick Capelmann (44.) und zuvor nochmals Michael Ostlender hatten sich an dem Schützenfest beteiligt, das für einen heftigen Donnergroll sorgte, obwohl die am Himmel gesichteten Gewitter am Gressenicher Sportplatz vorbeizogen.

Deprimierendes Halbzeitergebnis

„Wir haben uns im Laufe des Turniers immer mehr gesteigert, und ich hatte die Befürchtung, dass das auf diesem Weg aufgebaute Selbstvertrauen durch diesen deprimierenden Spielstand wieder zerstört werden könnte”, erklärte Frank Löhr seine zwischenzeitliche Aufregung am Spielfeldrand.

Nach dem Wechsel trat dann aber Ruhe ein, der Außenseiter setzte die in der Kabine gefassten Vorsätze um und kämpfte bedingungslos um jeden Ball. „Unterm Strich haben wir die zweite Halbzeit sogar gewonnen”, stellte Löhr mit Blick auf den einzigen Treffer der zweiten 45 Minuten fest, der dank Jürgen Korsten (65.) auf das Konto der Stolberger ging und zugleich den 6:1 Endstand für den neuen Titelträger markierte.

Dieser hatte allerdings zu diesem Zeitpunkt längst auf Schongang umgestellt und mit einigen Wechseln den Spielfluss etwas ins Stocken gebracht.

Das änderte freilich nichts an der positiven Bewertung von Mirko Braun: „Hut ab vor meiner Mannschaft. Wir haben in sieben Tagen fünf Spiele absolviert und hier trotzdem keine Reserve hingeschickt. Ich zolle dem Team meinen Respekt.”

Dem konnten sich die Zuschauer - mit 200 fiel ihre Zahl am Finaltag recht bescheiden aus - nur anschließen. Schon am Donnerstag hatte der SV gegen den VfL Vichttal seine herausragende Stellung demonstriert, wenn auch der Neu-Bezirksligist wie auch im Spiel um Platz 3 nur die zweite Garnitur auf den Platz schickte. „Mit diesem Team können wir oben mitspielen”, zeigte sich Breinigs Sportkoordinator Heiner Flink ebenso überzeugt wie beeindruckt.

Beeindruckend waren im Laufe anderthalb Wochen auch die Auftritte von Marc Thomsen. Obwohl ihm Coach Braun im Finale eine Pause gönnte, war der neue Goalgetter gemeinsam mit Wladimir Raider vom Stolberger SV bester Torschütze der Stadtmeisterschaft. Die fand im VfL Vichttal ihren diesjährigen Drittplatzierten.

Während die Erstvertretung dem Turnier in Rott den Vorzug gegeben hatte, setzte sich die zweite Mannschaft bei einem Festival der vergebenen Chancen dank eines Treffers von Manuel Stegmanns (60.) verdientermaßen mit 1:0 gegen den SV ASA Atsch durch.

„Mit der Niederlage kann ich leben. Das war unser neuntes Spiel in knapp drei Wochen. Und als Aufsteiger in die Kreisliga B haben wir uns sehr gut geschlagen”, resümierte ASA-Trainer Bernd Schäfer.

„Rahmenbedingungen ändern”

So war eigentlich alles in Ordnung, zumal der BSC Schevenhütte auf der Anlage der SG Stolberg in Gressenich für einen reibungslosen Ablauf gesorgt hatte. Und dennoch gab es einen Punkt, der von fast allen Beteiligten bemängelt wurde: „Ohne böse Nachtreten zu wollen: Eine Stadtmeisterschaft auf Asche hat einfach nicht den richtigen Rahmen. So ein Platz ist auch immer für Verletzungen gut. Man muss in Zukunft andere Rahmenbedingungen schaffen, sonst wird das Turnier nie attraktiver”, brauchte Mirko Braun die Stimmung und verbreitete Meinung auf den Punkt.

Da trifft es sich gut, dass im kommenden Jahr der SV Breinig Ausrichter des Turniers sein wird. Mit seiner guten Infrastruktur und dem zweifellos besten Rasenplatz im Stadtgebiet könnte er 2010 für die vielfach geforderte Aufwertung der Stolberger Stadtmeisterschaft sorgen.
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