Amtszeit endet: Viele schöne Augenblicke bleiben in Erinnerung

Von: Esther Kellen
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Liegt schon gemütlich im Sessel: der scheidende Pfarrer Dr. Gerd Rosenbrock. Foto: E. Kellen

Stolberg. An Stolberg hat Dr. Gerd Rosenbrock von Anfang an gefallen, dass man immer einem bekannten Gesicht begegnen kann. „Das hat mir das Heimischwerden hier sehr vereinfacht, denn nach kurzer Zeit kannte ich schon viele Menschen”, berichtet der evangelische Pfarrer.

Das war vor 27 Jahren, als Rosenbrock am 1. April 1982 sein Amt in Stolberg und Brand antrat. Am Sonntag nun wird Abschied gefeiert, denn am 31. März endet die lange Amtszeit des beliebten Stolberger Pfarrers. Viele schöne Augenblicke hat er in dieser Zeit in seiner Gemeinde erlebt.

„Besonders die Arbeit mit den Konfirmanden hat mir gefallen. Oft habe ich mit ihnen Freizeiten organisiert,” erzählt Rosenbrock. Sehr umfangreich war seine Tätigkeit, denn neben Diakonie und dem Kinderheim in Aachen galt seine besondere Aufmerksamkeit dem Gemeindearchiv und der Denkmalpflege. Da kamen die vielen historischen Bauten in Stolberg gerade recht.

Keine Zukunftssorgen

„Gott sei Dank hat man die Altstadt nicht wie geplant abgerissen”, freut sich der Pfarrer. Denn dort im alten Teil der Kupferstadt stehen auch die beiden evangelischen Kirchen, die Dr. Rosenbrock besonders mag. Viele Veränderungen und Neuerungen ließen sich auch in der Neugestaltung der Finkenbergkirche erkennen, findet er.

„Mit der Restaurierung der Kirche verbinden sich Alt mit Neu und unsere Kirchen zu erhalten und erneuern zeigt ja auch die Lebendigkeit der Gemeinde.” Genau diese Lebendigkeit schätzt der Pfarrer sehr. „Eigentlich muss man nie viel sagen, denn unsere Presbyter haben alles im Griff.” Neben der Arbeit in seiner Gemeinde setzte sich Rosenbrock auch für die Ökumene ein. Heute sei vieles selbstverständlich, was früher ein Skandal gewesen sei.

Um die Zukunft seiner Gemeinde macht sich der scheidende Amtsinhaber keine Sorgen, denn er vertraut fest auf seine Schäfchen: „Wenn der Nachfolger kommt, dann möchte ich mich ganz heraushalten. Man sollte den jungen Leuten nicht ins Handwerk pfuschen.” Für ihn steht jetzt erst einmal der Ruhestand im Vordergrund.

„Dann kann man auch einmal beschäftigt und vertieft sein, ohne dass das Telefon klingelt,” gibt er schmunzelnd zu. Als Pfarrer könne man nämlich nie genau planen. „Die einen wollen heiraten und die anderen ihr Kind Taufen oder man braucht einen Begleiter zum Grab. Das ist halt meine Aufgabe, die ich immer gerne getan habe. Aber auf den neuen Lebensabschnitt freue ich mich auch.” In Zukunft will sich Dr. Gerd Rosenbrock dann wieder den Schätzen der Altstadt und dem Gemeindearchiv widmen.
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