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Ampeln sollen nachts weiterleuchten

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Ampeln sorgen für Sicherheit: Diese Auffassung vertreten Verwaltung und Polizei. Deshalb sollen die Anlagen an der Konrad-Adenauer-Straße, wie hier an der Ecke Aachener Straße, auch nachts an bleiben. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Der Fall liegt schon eine ganze Weile zurück, ziemlich genau sieben Jahre. Dennoch wird er am übernächsten Donnerstag als Argument herangezogen, wenn der Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt über die nächtliche Abschaltung von Ampeln auf der Konrad-Adenauer-Straße (K13) berät.

Dort hatte sich, an der Einmündung Prämienstraße/Meisenweg, am 18. Februar 2002 ein schwerer Verkehrsunfall mit zwei Verletzten und rund 13000 Euro Sachschaden ereignet. Das Besondere: Zuvor hatte sich dort an diesem Abend das Signalprogramm abgeschaltet, die Ampel war aus.

Der Unfall vom Februar 2002 ist einer der Gründe, warum die Verwaltung dem Ausschuss nun empfiehlt, auf eine Nachtabschaltung einzelner oder mehrerer Ampelanlagen entlang der K13 zu verzichten.

Denn sowohl der Landesbetrieb Straßenbau als auch die Polizei haben sich gegen die Nachtabschaltung ausgesprochen. Der Landesbetrieb verweist unter anderem auf einen Großversuch in Duisburg, bei dem im Jahr 1983 festgestellt wurde, dass sich die Unfallzahlen verdreifachen, wenn nachts die Ampeln abgeschaltet werden. „Die hieraus resultierenden volkswirtschaftlichen Verluste liegen erfahrungsgemäß weitaus höher als der Nutzen von Energieeinsparungen und eventuellen Umweltverbesserungen”, heißt es beim Landesbetrieb.

Auch die Polizei hat sich - allerdings erst im vergangenen November - gegen eine Nachtabschaltung ausgesprochen. Sie habe bei Geschwindigkeitsmessungen in Höhe des Hauses Konrad-Adenauer-Straße 120 nur sehr geringe Überschreitungszahlen festgestellt und sieht nun die Gefahr, dass bei einer nächtlichen Abschaltung der Ampeln Abschaltung diese Zahl steige und der Verkehr damit unsicherer werde.
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