Stolberg - Am Sonntag ist für die Frauen Premiere

Am Sonntag ist für die Frauen Premiere

Von: Kolja Linden
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Spot an für die Fußballerinnen: In der Halle am Goethe-Gymnasium steigt am kommenden Sonntag die erste Stadtmeisterschaft der Frauen. Vier Teams kämpfen bei der Premiere um den Titel. Foto: ddp

Stolberg. Wenn am Sonntag um 10.30 Uhr der Anpfiff zwischen der SG Stolberg und BSC Schevenhütte erfolgt, dann schreibt der Stolberger Frauenfußball Geschichte. Denn zum ersten Mal überhaupt beginnt dann eine Frauenfußball-Stadtmeisterschaft.

Mit dabei sind alle Frauenteams der Kupferstadt. Dass es sich dabei nur um vier Mannschaften handelt, ist zweitrangig, der Begeisterung für den immer populärer werdenden Sport tut das keinen Abbruch.

„Gleiches Recht für alle” haben sich die Organisatoren der SG Stolberg vor einigen Monaten gedacht, als sie mit der Ausrichtung der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft der Männer beauftragt wurden. „Wir haben uns gefragt, warum sollte es das nicht auch für Frauen geben”, erzählt Anja Hompesch rückblickend.

Die zweite stellvertretende Vorsitzende der SG ist nun für die Organisation des Frauenturniers zuständig, das am Wochenende in die zeitgleich stattfindende Vorrunde der Männer-Stadtmeisterschaft eingebunden wird. Mit dabei sind neben der SG die drei anderen Vereine, die über eine eigene Frauenmannschaft verfügen: Adler Büsbach, VfR Venwegen und BSC Schevenhütte.

Eine der Aktiven, die am Sonntag in der Halle am Goethe-Gymnasium auflaufen werden, ist Claudia Weber von der SG Stolberg. Für den hiesigen Frauenfußball wünscht sie sich noch etwas mehr Schwung - „vier Mannschaften sind ja immer noch sehr wenig”. Das müsse aber von der Jugend her aufgebaut werden, sagt sie, und immerhin haben ja auch schon einige andere Vereine der Kupferstadt mittlerweile Mädchenteams.

Als Beispiel nennt sie den VfR Venwegen, „die haben eine super junge Truppe”. Kein Wunder, die Mannschaft des VfR ist aus den Juniorinnen hervorgegangen, ein gutes Vorbild für andere Klubs.

Oft fehlt es aber an Leuten, die in den Vereinen die Initiative ergreifen und den Frauen- und Mädchenfußball tatkräftig fördern, hat Weber beobachtet. „Es gibt nicht genügend Betreuer oder Trainer”, sagt sie und meint damit durchaus Aktive beiderlei Geschlechts. „Man muss sich die Jugendarbeit vor Ort auch antun”, sagt Weber. „Und zwar nicht nur mit Jungs, auch mit Mädchen.”

Dass auf die Hallenmeisterschaft nun im Sommer auch ein solches Turnier im Freien folgt, ist allerdings noch längst nicht abgemachte Sache. Vielleicht ist es dafür auch noch zu früh, sagt Claudia Weber.
„So weit haben wir noch nicht gedacht. Mit nur vier Teams ist es draußen auch etwas schwieriger.”
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