Am Geldautomaten der Commerzbank manipuliert

Von: -jül-
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Sollte kein Geld aus dem Autom
Sollte kein Geld aus dem Automaten kommen, sollte man ihn nicht verlassen und die Polizei alarmieren. Foto: imago/Sven Simon

Stolberg. „Cash Trapping” nennt sich das Delikt, bei dem der Ausgabeschacht des Geldautomaten so manipuliert wird, dass die abgehobenen Geldscheine gar nicht (oder nur teilweise) ausgegeben werden.

Der Kunde bemerkt dies oft nicht, geht davon aus, dass das Gerät defekt ist und geht. Dieses Verhalten nutzt der Täter, um das ausgegebene Geld aus dem Schacht zu klauben: In einem solchen Fall ermittelt die Polizei bei der Commerzbank-Filiale am Bastinsweiher an der Stolberger Rathausstraße.

Zeugen war am Mittwoch gegen 19.55 Uhr ein Mann aufgefallen, der immer wieder in die Bank ging und sich am Geldautomaten zu schaffen machte. Der ist von außen gut einsehbar im Eingangsbereich der ehemals zur Dresdener Bank gehörenden Filiale aufgestellt. Als die alarmierte Polizei eintraf, hatte der Tatverdächtige bereits Fersengeld gegeben. Allerdings gingen die Beamten noch am Abend Hinweisen zu möglichen Aufenthaltsorten im Stadtgebiet nach, konnten die Person dort aber zunächst nicht antreffen. Die Ermittlungen dauern weiter an.

Am Geldautomaten selbst entdeckten die Polizisten Reste von Klebstoff, die den Verdacht nahe legen, dass an dem Gerät manipuliert wurde. Das Gerät wurde per Fernschaltung durch das Geldinstitut außer Betrieb genommen. Ob und in welchem Umfang ein Schaden entstanden ist, ist noch Gegenstand ebenso der polizeilichen Ermittlungen wie der Recherche der Commerbank.

Anhand von Journalen werden möglicherweise betroffene Kunden ermittelt. „Die Auswertung läuft noch”, erklärte Tobias Strenger, Sprecher der Düsseldorfer Regionaldirektion der Commerzbank. Sollte Kunden ein Schaden entstanden sein, werde die Bank ihn ersetzen. Der Vorfall von Mittwoch sei der erste in einer der beiden Stolberger Commerzbank-Filialen. „Cash Trapping” zähle zu den noch jungen Versuchen, Geldautomaten zu manipulieren.

Im Zusammenhang mit dem Vorfall mahnt die Polizei zu großer Vorsicht beim Umgang mit Geldautomaten. Bei der Diebstahlsvariante des „Cash Trappings” werden gerne Klebestreifen im Ausgabeschlitz angebracht, an denen das Geld hängen bleibt.

Die Polizei rät, sich den Automaten genau anzusehen und auch einmal Bedienelemente auf ihren festen Sitz zu testen. Gibt der Automat einmal keine Scheine aus, sollten Opfer in jedem Fall beim Gerät verweilen und - notfalls durch Passanten - Bankmitarbeiter oder direkt die Polizei unter 110 benachrichtigen.
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