Alt oder jung: Eine Frage des Geistes, nicht der Jahre

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Eine Sonderausstellung zeigt H
Eine Sonderausstellung zeigt Hodiamonts Zyklus „Die Alten”.

Stolberg. 16 Aachener Künstler beteiligen sich mit der Gruppenausstellung „L(i)ebenswert” an der 2. Art Tour de Stolberg. Der 17., Peter Hodiamont, 2004 in Baelen verstorben, schuf 1987 den Zyklus „Die Alten”. Im Rahmen der Sonderausstellung „L(i)ebenswert” ist eine Auswahl dieses Zyklus im Museum Zinkhütter Hof zu sehen.

Bereits am Samstag, 30. April, um 15.30 Uhr wird diese Ausstellung eröffnet. Eine Einführung in die Gruppenausstellung gibt Dr. med. Andreas Theilig, Chefarzt der Gerontopsychiatrie am Alexianer-Krankenhaus Aachen. Eckhard Weimer von der Beratungsstelle GPZ des „Alexianer” hatte die Idee zu dieser Ausstellung und zeichnet als Projektmanager verantwortlich. Einlass in die Ausstellung ist bereits um 14 Uhr. Am Sonntag, 1. Mai, ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

„Der vielen Alten, deren jungendliche Augen aus ihren zerklüfteten Gesichtslandschaften mich anstrahlten, sei gedacht: derjenigen, die zu ihrem Alter stehen und die uns täglich lehren, dass wir mit ihrer Altersgruppe zu rechnen haben”, schrieb Peter Hodiamont 1987 im Alter von 62 Jahren im Geleitwort zu dieser Ausstellung. Weiter heißt es darin: „Das Alter ist keine Krankheit. Altwerden ist die Norm geworden. Da es aber das ist, was wir eines Tages sein werden, verliert es den Hass, das Fremde, die Minderheit. Der Mensch ist Mensch in jedem Lebensalter, mit jeder jeweiligen Über- oder Unterlegenheit. Vom Kleinkind verlangt man keinen Hochsprung; weshalb sollte der Alte ihn schaffen? Für mich betreffen Begriffe wie alt, altern, Alter, jung, Jugend viel weniger die zeitliche als die geistige Einordnung. Ich traf im Leben senile, alternde 40-Jährige, junge 80-Jährige an. So ist es meines Erachtens eine Frage des Weitblicks, der Realität und der Zukunft, dass die Gesellschaft, die Medizin mit ihren Fachärzten und Krankenhäusern der ?Geriatrie Raum schaffen.”

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