Als Erstes stand Haus Nummer 31

Von: Toni Dörflinger
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So sieht es heute aus in der Höhenstraße

Stolberg-Donnerberg. Die Zerstörungen der Altbauten an der Höhenstraße entsprachen dem Verlauf der in der zweiten Hälfte des Jahres 1944 auf dem Donnerberg erfolgten Kriegshandlungen. Bevor der Bauunternehmer Edmund Immendorf den Wiederaufbau des Hauses Höhenstraße 27 einleiten konnte, mussten Keller und Erdgeschoss vom Schutt befreit werden.

Nicht viel besser sah es im Gebäude Höhenstraße 21 aus, das den Lehrkräften der Donnerberger Schule als Wohnung dienen sollte. Hier war nur das Erdgeschoss, in dem 1949 eine 13-köpfige Familie wohnte, behelfsmäßig instand gesetzt worden.

Schäden hatten auch die weiter oberhalb liegenden Häuser erlitten. Dächer mussten repariert, Zwischenwände erneuert und Frontseiten ausgebessert werden.

Ein schönes Beispiel für den zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf dem Donnerberg praktizierten Baustil ist das Bruchsteinhaus Höhenstraße 33, das der Bauunternehmer Josef Vroomen 1925 errichtet hat. Das stattliche Haus war der Start für zwei weitere Wohnbauten. Auch Wilhelm Freialdenhoven und Peter Recker gaben die Errichtung ihrer Häuser Mitte der 20er Jahre in Auftrag.

Den Anfang hatte 1910 Josef Steffens gemacht, der das Objekt Höhenstraße 31 erbaute. Das Gebäude, das heute eine Drogerie beherbergt, wurde erstmals 1950 als Geschäftslokal genutzt. Damals war das Haus im Besitz von Margarete Vent.

Zentraler Mittelpunkt der zwischen Heide- und Josefstraße liegenden Baugruppe ist die 1939 errichtete Schule. Den Platz für den Bau gewann man, indem man das Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Vorgängergebäude beseitigte. In der Nachkriegszeit sorgten großflächige Erweiterungen für ein leistungsfähiges Schulzentrum.

Die meisten der an der bergauf führenden linken Seite der Höhen- straße liegenden Bauten entstanden, als der Donnerberg rund 900 Einwohner zählte.

Passend dazu die alte Ortsbezeichnung Eschweiler-Donnerberg. Als Vroomen 1925 sein Bauprojekt startete, war der Donnerberg noch im Besitz der Stadt Eschweiler. 1935 erfolgte die Eingliederung nach Stolberg.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es einen erheblichen Bevölkerungszuwachs. Heimatvertriebene, die aus den früheren Ostgebieten und aus Tschechien stammten, sorgten dafür, dass nicht nur in dem unterhalb der Kirche liegenden Heidegelände eine große Siedlung entstand, sondern auch an der Höhenstraße in den 60er und 70er Jahren neue Bauten errichtet und bestehende Objekte erweitert wurden.

Vorläufig abgeschlossen wurde die Baumaßnahme, als 1980 das eine Apotheke beherbergende Wohn- und Geschäftshaus Höhenstraße 19a gebaut wurde.
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