Stolberg - Alle geben mächtig Tempo in Büsbach

Alle geben mächtig Tempo in Büsbach

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Es geht wesentlich schneller voran mit der Baustelle in Büsbach, als befürchtet wurde. Die Geschäfte im Ort sind nach wie vor fast uneingeschränkt erreichbar. Foto: J. Lange

Stolberg. Ob das, was erreicht wurde, auch ohne öffentlichen Druck erreicht worden wäre, ob dieser den Geschäften mehr geschadet als genutzt hat, darüber gibt es freilich recht unterschiedliche Ansichten entlang der XXL-Baustelle auf der K13 zwischen Münsterbusch und Büsbach.

Sicherlich trug jedoch der Runde Tisch mit allen Beteiligten im Rathaus dazu bei, die Debatte zu beruhigen, sachliche Fragen zu klären und gewünschte Details näher zu untersuchen.

Und ebenso sicher muss festgestellt werden, dass der bisherige Ablauf der Arbeiten unproblematischer verläuft als befürchtet. Vor allem erfolgt selbst die zügige Längsverlegung der Rohrleitungen schneller als erwartet. Ein außergewöhnliches Tempo konstatierten selbst die Vertreter der beauftragten Tiefbauunternehmen.

Dass gleich vier und die eigenen Bautrupps intensiv tätig sind, so markierten Vertreter von EWV und Enwor, gilt bereits als eine Reaktion auf das Nahversorgungszentrum und die Bedeutung der K13 als Hauptverkehrsachse mit einer durchschnittlichen täglichen Belastung von rund 8000 Fahrzeugen. In wie weit das Bautempo noch forciert werden kann, in dem die Arbeitszeiten der Unternehmer ausgeweitet werden, wird bei den Auftraggebern von EWV und Enwor geprüft. Als Vorsitzende der Aufsichtsräte hatten Bürgermeister Ferdi Gatzweiler und Städteregionsrat Helmut Etschenberg entsprechende Gespräche mit den Geschäftsführungen der Versorgungsunternehmen gesucht.

Problem Hausanschlüsse

In drei bis vier Wochen soll die Längsverlegung der Wasserleitungen zwischen Schafberg und Aachener Straße komplettiert sein, innerhalb der nächsten zwei Wochen soll dies für den Abschnitt zwischen Aachener- und Bischofstraße die Längsverlegung von Gas- und Wasserleitungen der Fall sein. Wobei bereits der Bereich bis zur Atzenach wieder geschlossen ist, und überlegt wird, den zum Parken frei gegebenen Büsbacher Markt auch wieder direkt von der Bischofstraße aus anfahren zu lassen.

Schwieriger zu planen und zu prognostizieren wird der nächste Bauabschnitt sein, bei dem die Hausanschlüsse auf die neuen Leitungen umgeklemmt werden. „Wir haben keine Ahnung, was da auf uns im Einzelfall zukommen wird”, sagte Enwor-Vertreter Axel Gussen. In jedem Fall sei man bestrebt, zügige Lösungen zu finden. Wobei die halbseitige Verkehrsführung beim Umklemmen der Hausanschlüsse individuell angepasst werden kann. Gussen warb um Verständnis, dass für die Auslieferung des Lebensmittels Trinkwasser mit dem Spülen der Leitungen bis zur Keimfreiheit von Gesetz wegen ein entsprechender Aufwand einfach erforderlich sei.

Im Prinzip ist bei der Sanierung der Hausanschlüsse vorgesehen, ebenfalls wie bei der Längsverlegung, in Abschnitten vorzugehen: von Schafberg und Aachener Straße bzw. von Aachener- und Bischofstraße aus. Sobald ein Abschnitt fertiggestellt sei, werde die Baugrube verschlossen und aus Sicht der Tiefbauer könne der Bereich wieder komplett für den Verkehr frei gegeben werden.

In wie weit zwischen den inneren Bauabschnitten von den Seiten aus ein gegenläufiger Verkehr beispielsweise zu den Tankstellen ermöglicht werden könne, ist eine generelle Frage der Verkehrssicherheit, die die Verwaltung mit der Polizei thematisieren wird. Beim Runden Tisch gab es konträre Ansichten zu einer solchen Freigabe-Regelung.

Die Polizei werde sich auch intensiver der Situation auf den ausgewiesenen Umleitungsstrecken wie auch auf den gesuchten Schleichwegen annehmen, kündigte Bürgermeister Ferdi Gatzweiler an. Die Situation in der Dell habe sich mittlerweile wieder entspannt, die Schulbus-Frage sei geklärt und mit Eltern der Grundschule die Beförderung der Kinder besprochen worden.

Schleichverkehre im Visier

Weiter im Blick sei jedoch der starke und zu schnell fahrende Schleichverkehr vor allem in Richtung Münsterbusch über die Achsen Liester und Walther-Dobbelmann-Straße bzw. Mühlenrötschen und Holderbusch, wo bereits am Freitag die Polizei kontrolliert hat. In Absprache mit Anliegern sollen dort einfache regulierende Lösungen während der Bauzeit gefunden werden; eine Verdrängung des Verkehrsflusses sei allerdings illusorisch, und eine Sperrung von „Mühlenrötschen” in der Straßenmitte kaum eine geeignete Antwort auf die Problematik.

Mit weiteren Details insbesondere bei der Ausschilderung der Umleitungsstrecken soll die Baustellensituation für die Betroffenen weiter optimiert werden. Angepasst wurde beispielsweise bereits die Ampelschaltung an der Bischofstraße, und die Lichtzeichenanlage am Schafberg wird noch abgehangen.

Weitere Termine rund um die Baustelle

Das nächste Zusammentreffen des Runden Tisches ist für Donnerstag, 10. Februar, um 11 Uhr auf dem Büsbacher Markt terminiert. Derweil stehen für weitere Fragen zu Details, Anregungen und Wünschen die Bauleiter von EWV, Enwor und Tiefbauunternehmen vor Ort gerne als Ansprechpartner ebenso zur Verfügung wie im Ordnungsamt der Verwaltung Marcel Poqu unter 13-459.

Eine erste Bilanz ziehen, wollen Anlieger aus Büsbach und Münsterbusch am Dienstag, 25. Januar, um 19 Uhr in „Angie´s Bistro” an der Konrad-Adenauer-Straße. Die Baustelle wird auch ein Thema sein bei der Mitgliederversammlung des Büsbacher Aktionsrings Handel und Handwerk, der ebenfalls am Dienstag, 25. Januar, ab 20 Uhr im Restaurant Kreuzberg, Konrad-Adenauer-Straße 43, tagt.
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