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Alfred-Gerardi-Preis 2010 geht an eine Stolbergerin

Von: Nina Braun
Letzte Aktualisierung:
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Während der Recherchen ihr ständiger Begleiter: Alexandra Grendel vor ihrem PC. Foto: H.Eisenmenger

Stolberg. Wie schaffe ich es als Künstler, meinen Namen zu verkaufen? Wie ist es am einfachsten, meine Musik an den Mann zu bringen? Vor dieser Frage steht zunächst jeder angehende Musiker. Hilfreich werden in diesem Fall immer häufiger soziale Online-Netzwerke wie Twitter, Facebook und MySpace.

Die FH-Absolventin Alexandra Grendel hatte sich schon während ihres Studiums im Bereich Wirtschaftswissenschaften näher mit diesem Thema beschäftigt.

In der Zeit, die sie während ihres Auslandssemesters in Tennessee/USA verbrachte, nahm die Idee, ihre Diplomarbeit zum Thema „Möglichkeit des Musikmarketings über soziale Online-Netzwerke in den USA” zu verfassen, Form an. „Facebook, Twitter und MySpace sind zurzeit die beliebtesten Online-Netzwerke in den USA”, erklärt die 28-jährige Stolbergerin die Auswahl der Netzwerke.

Um einen möglichst genauen Einblick in die Welt der Netzwerke zu bekommen, befragte die Studentin in Tennessee bekannte Künstler und private Nutzer. „Ich habe in verschiedenen Foren Aufrufe gestartet, um mein selbst gestecktes Ziel zu erreichen”, beschreibt Grendel ihre Vorgehensweise. 100 Nutzer, die in mindestens einem Netzwerk Mitglied sein mussten, sollten ein Spiegelbild der bei Facebook, Twitter und Co. angesprochenen Zielgruppe zwischen 25 und 29 Jahren bieten.

Mit dem Abschluss in die Heimat

Eine Antwort auf die Frage, inwiefern sich diese Netzwerke für das Musikmarketing von Popmusik auf dem amerikanischen Musikmarkt eignen, sollte klar werden. „Mich hat gewundert, wie aufgeschlossen und ehrlich selbst die Künstler mit dem Thema Onlinemarketing umgingen”, freut sich die Studentin über die Offenheit.

Mit einer fertigen Diplomarbeit in der Tasche kam die Stolbergerin nach einem halben Jahr nach Deutschland zurück. Am Montag wurde Alexandra Grendel nun der deutschlandweit begehrte Alfred-Gerardi-Gedächtnis-Preis (AGGP) in der Kategorie „Beste Abschlussarbeit” überreicht. „Mein Professor, Dr. Gerd Hoepner, hatte mich schon nach meiner mündlichen Prüfung auf den Preis aufmerksam gemacht. Er meinte, meine Arbeit würde den hohen Anforderungen der Ausschreibung nahekommen”, erklärt Alexandra Grendel.

Der AGGP wurde in diesem Jahr schon zum 25. Mal an Studenten vergeben, deren besonders gute Leistungen mit einer vierstelligen Prämie ausgezeichnet werden. Im Rahmen des wissenschaftlichen und interdisziplinären Kongresses für Dialogmarketing wurde also in diesem Jahr eine aus der Kupferstadt stammende Studentin für ihre außerordentliche Arbeit ausgezeichnet.

Der Alfred-Gerardi Preis ehrte bereits in den vorherigen Jahren die Abschlussarbeiten und Forschungen nun erfolgreicher Professoren und Titelträger. Jetzt plant Alexandra Grendel, in deren Fußstapfen zu treten.
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