Stolberg - Akkordeonorchester bietet einen mitreißenden Auftritt

Whatsapp Freisteller

Akkordeonorchester bietet einen mitreißenden Auftritt

Von: mlo
Letzte Aktualisierung:
6615795.jpg
Das Erste Akkordeonorchester Stolberg bewies bei seinem Jahreskonzert im Kulturzentrum, wie vielfältig und attraktiv Akkordeon-Musik sein kann. Foto: M.-L. Otten

Stolberg. Akkordeon und klassische Musik sind für viele Menschen mit Fragezeichen verbunden. Doch diesem Vorurteil wurde durch das überzeugende Herbstkonzert des Ersten Akkordeonorchester Stolberg im Kulturzentrum Frankental widersprochen. Das Orchester war hervorragend vorbereitet für die von Leiter Carlo Plaum ausgewählten Stücke.

Die Einsätze waren präzise, das Spiel dynamisch und die Taktführung konsequent.

Auf hohem Niveau boten die Damen und Herren der „Harmonia“ im überfüllten Kulturzentrum Frankental klassische Kompositionen von Rossini, Gershwin, Bizet und Bach. Zu dem Ohrenschmaus kam auch noch ein Augenschmaus, denn mit dem Beamer wurden zu jedem Stück passende Bilder gezeigt.

Zu Beginn zeigte die erste Nachwuchsspielgruppe im „Federball-Ballett“ und im „Wandern“ von Carlo Plaum, dass das Spielen auf den schwarzen und weißen Tasten auch mit einfachen Stücken Freude verbreiten kann. Maxi Balser und Nico Marx aus der fortgeschrittenen Spielgruppe überraschten mit einem Thema aus der 5. Symphonie von Ludwig van Beethoven so manchen Zuhörer. Hier zeigte sich, dass Kunst mit Können zu tun hat, und dass sich das regelmäßige Üben gelohnt hatte.

Das Erste Orchester stellte sich mit der Ouvertüre aus dem „Barbier von Sevilla“ vor und erntete gleich viel Beifall. Treffsicher machte Ria Janssen die Cavatine der Rosina zu einem Gesangserlebnis. Mit der „Porgy and Bess“-Konzertsuite von George Gershwin, eines der musikalisch und technisch anspruchsvollsten Werke der Akkordeon-Orchester-Literatur, gelang der Harmonia eine weitere Glanzleistung. Das Menuett aus der „L‘Arlésienne Suite II“ von Georges Bizet beendete den ersten Teil.

Nach der Pause wurde Elke Hoffmann-Kittel vom Deutschen Harmonika Verband für 40-jährige Mitgliedschaft mit einer Urkunde und der Verdienstmedaille in Silber geehrt. Dann stimmten sie und ihr Ensemble mit der Ouvertüre zu „Donna Diana“, einer Komischen Oper von Emil Nikolaus von Reznicek, zum Musikquiz „Erkennen Sie die Melodie?“ ein. Wie Amerika klingt, darauf hatte Antonin Dvorák eine Antwort gefunden mit seiner Sinfonie „Aus der Neuen Welt“. Der zweite Satz „ Largo“ zählt zu den bekannten Meisterwerken. Das musikalische Spektrum beim Ensemble war breit, das Zusammenspiel genial und die Spielfreude groß. Hörenswert war auch der Walzer aus „Maskerade“ von Aram Khatschaturian. Passend zur beginnenden Karnevalszeit gab es als Zugabe „Carnival“ von Yevgeny Derbenko, der lateinamerikanische Rhythmen mit russischen hier vereinigte.

Den Schlusspunkt setzte das Erste Orchester mit der „Sinfonia in B-Dur“ von Johann Christian Bach und „Proms“ von Janusz Wojtarowicz, dem Leader des bekannten Akkordeontrios „Motion Trio“. Ria Janssen ließ sich noch einmal mit der Habanera aus „Carmen“ vernehmen, begleitet wurde sie von Carlo Plaum auf dem Akkordeon.

In diesem vielfältigen Programm konnte sich das Akkordeon voll entfalten. Die Freude und das Engagement der Musiker waren stets deutlich spürbar. Dafür wurden sie mit lang anhaltendem Applaus belohnt. Als Zugabe folgte der Soundtrack von Chuck Mangione zum Film „Children of Sanchez“.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert