Abschluss des Kulturjahres: Musische Magie in Bachs Werk

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Nadja Zwiener und Joseph Crouch beschließen das Veranstaltungsjahr mit ihrem Konzert aus Bach-Werken für Barockvioline und Barockcello. Foto: Holger Schneider

Stolberg/Kornelimünster. Zum Abschluss eines vielfältigen Veranstaltungsjahres der Kulturinitiative Kornelimünster (KiK) erwartet die Zuhörer am Sonntag, 19. November (11 bis 14 Uhr), ein besonderes Kammerkonzert im Kunsthaus NRW in Kornelimünster, Abteigarten 6. Nadja Zwiener (Weimar), Barockvioline, und Joseph Crouch (London), Cello, spielen Johann Sebastian Bachs zwei Stimmen „Bach á 2“.

Zur Musik: Johann Sebastian Bachs Musik verbinden viele mit einer einschlägigen Emotionalität, die durch seine kompositionale Logik, die doch nie voraussehbar ist, zum Ausdruck kommt. Diese Expressivität erreichte er besonders deutlich, wenn er seine Musik auf zwei Stimmen reduzierte. Das Programm präsentiert sowohl seine Musik für Violine und Violoncello wie auch Bearbeitungen seiner Inventionen, seiner Fugen und anderer Werke für Tasteninstrument für die Streicher-Kombination.

In seinen Duett-Sonaten für Violine und Cello, sowie in den berühmten Solosonaten für Cello und den Partiten für Violine Solo, regiert Bach unnachahmlich die klanglichen Ausdrucksmittel der Barockinstrumente mit ihren Darmsaiten; in seiner mehrstimmigen Musik für ein Tasteninstrument schöpft er die Möglichkeiten der Mehrstimmigkeit aus: auf der einen Seite zeigt er Beispiele, die zur Improvisation anleiten sollen, auf der anderen reizt er die kontrapunktische Gegeneinander- und Miteinandersetzung der Stimmen auf jede denkbare Weise aus.

Die Magie seiner Musik liegt meist in den Momenten, in denen Bach sich ganz auf die Polarität von Melodie und Bass konzentriert und diese in atemberaubender Einfachheit und Schönheit ausreizt. Zu den Künstlern: Joseph (Joe) Crouch wurde zuerst am King’s College Cambridge auf historische Instrumente aufmerksam.

Professor in London

Er setzte sein Studium als Cellist und Barockcellist an der Royal Academy unter Jennifer Ward Clarke fort. Weitere Ausbildung folgte im European Union Baroque Orchestra. Er wurde Mitglied im Trio Sonnerie mit Geigerin Monica Huggett. Seine erste Anstellung als Stimmführer folgte bald bei der Academy of Ancient Music. Joe ist Professor für Barockcello an der Guildhall School of Music and Drama London, sowie an der Royal Academy of Music.

Die in Erfurt geborene und in Berlin und London ausgebildete Geigerin Nadja Zwiener ist auf das Spiel mit historischen Instrumenten spezialisiert. Dabei reicht ihr Repertoire vom Barock bis in die Romantik mit seltenen, aber willkommenen Ausflügen in die Neue Musik. Ihr Studium war geprägt durch zahlreiche Streichquartettkurse, die Mitgliedschaft im Gustav-Mahler-Jugendorchester und später ihre Akademiestelle im Orchester der Bayerischen Staatsoper. Sie spielte in zahlreichen britischen Alte-Musik-Ensembles, bevor sie von 2005 bis 2008 von William Christie regelmäßig als Konzertmeisterin für Les Arts Florissants engagiert wurde.

Mit diesen international erfolgreichen Musikern und ihrem sehr stimmungsvollen Programm wird den Zuhörern zum Jahresende noch einmal ein musikalischer Höhepunkt im Kunsthaus NRW Kornelimünster präsentiert. Der Gartensaal bietet den reizvollen Rahmen für dieses virtuos interpretierte Kammerkonzert. Zusätzlich haben die Gäste die Gelegenheit, die aktuelle Ausstellung „reflecting zeit basierte kunst aus nrw“ auf sich wirken zu lassen. Reflecting präsentiert im Kunsthaus die Vielfalt der Medienkunst aus NRW und komplettiert damit die bestehende Sammlung von Malerei, Fotografie und Skulptur um die wichtigen künstlerischen Ausdrucksformen unserer Zeit: Film und Video.

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