Stolberg - Ab Montag kein Wasser für die Mieter in der Oststraße?

Ab Montag kein Wasser für die Mieter in der Oststraße?

Von: oha
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Fließt in den Wohnblocks an der Oststraße ab Montag kein Wasser mehr aus den Hähnen? Foto: O. Hansen

Stolberg. Die Menschen in den Wohnblocks in der Oststraße werden schon wieder zum Spielball zwischen ihren Vermietern und dem Wasserversorger Enwor. Da etliche Vermieter die Nebenkosten-Beiträge ihrer Mieter für die Versorgung mit Trinkwasser nicht an Enwor abführen, will das Unternehmen den Wasserhahn am Montag zudrehen.

Mehr als 50 Mietparteien sitzen dann ohne Trinkwasser aus der Leitung da. Die Situation hatte sich vor Wochen bereits einmal ähnlich zugespitzt. Der Hausverwalter hatte dann im letzten Augenblick zumindest einen Teilbetrag der offenen Wasserrechnung an Enwor überwiesen. Doch jetzt, so das Unternehmen, habe sich der Rückstand bereits wieder auf 3500 Euro summiert. Ob sich daran bis Montag etwas ändert, ist fraglich. Und Enwor bleibt hart.

Die Möglichkeiten der Stadt, helfend einzugreifen, seien begrenzt, betonte Sprecherin Petra Jansen auf Anfrage der Redaktion. Ganz abgesehen davon, dass eine klamme Stadt wie Stolberg in diesem Fall keine Kosten anderer übernehmen könne, wolle man der Zahlungsblockade der Vermieter nicht auch noch Vorschub leisten. Zumindest juristisch ist es möglich, dass die Feuerwehr die Menschen in der Oststraße per Tankwagen mit Wasser versorgt. Aber auch nur mit Brauchwasser, etwa für die Körperpflege oder die Toilettenspülung.

Petra Jansen: „Das wäre aber auch keine Lösung auf Dauer.“ Trinkwasser darf im Rahmen der Nachbarschaftshilfe von Anwohnern erbeten werden, die Feuerwehr jedenfalls darf eslaut Gesetz nicht liefern. Ihr Trinkwasser müssten die Mieter notfalls im Discounter erwerben, so Jansen. Wolfgang Fischer, Sprecher von Enwor, versteht nicht, warum die Mieter ihre Nebenkosten nicht längst gleich an den Wasserversorger überweisen. Ohne Umweg über ihren säumigen Vermieter. Dann seien Probleme wie die momentanen ausgeschlossen.

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