Stolberg - 65.000 Euro sollen Jugendliche motivieren

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65.000 Euro sollen Jugendliche motivieren

Von: Mischa Wyboris
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Stehen im Mittelpunkt der dritten Förderrunde: Das Programm „Stärken vor Ort” soll Jugendlichen in Stolberg eine Perspektive für den Einstieg in den Arbeitsmarkt eröffnen. Foto: dapd

Stolberg. Eines stellt Stadtteil-Manager Wolfgang Joußen direkt einmal klar: „Wir können keine spezialisierte Hightech-Qualifikation anbieten.” Dennoch wirbt der Koordinator der Initiative „Stärken vor Ort” in Stolberg für eben jenes Angebot an Frauen und Jugendliche, das ihnen den Weg in den Arbeitsmarkt erleichtern soll.

Zum dritten und vorerst letzten Mal hat es jetzt die Förderzusage vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erhalten, denn: „Es richtet sich nicht an die typischen Besucher von Weiterbildungsveranstaltungen oder an Jugendliche, die sich ohnehin regelmäßig in Organisationen engagieren”, weiß Joußen.

Ganzheitliche Arbeit

In verschiedenen Mikroprojekten, die unter dem „Stärken vor Ort”-Dach zusammengefasst sind und nach denen derzeit gesucht wird, leisten die Träger deshalb auch eher so etwas wie „ganzheitliche Arbeit”: Da gehört Deutschlehren genauso zum Programm wie das offene Ohr für Alltagsprobleme, und ganz nebenbei sollen auch noch Möglichkeiten für den (Wieder-) Einstieg in den Beruf vermittelt werden.

In diesem Jahr sollen die rund 65.000 Euro aus Mitteln des Bundes und des Europäischen Sozialfonds (ESF) vor allem in Mikroprojekte für junge Menschen fließen, bringt Joußen den Inhalt des Aktionsplans 2011 auf den Punkt, auf dessen Grundlage die Fördergelder zum dritten Mal seit 2009 gewährt wurden. Was nicht ganz unproblematisch ist, wie der Stadtteil-Manager erklärt: Zwar seien Schulen antragsberechtigt, ihr Mikroprojekt dürfe aber keine „Ersatzschulveranstaltung” darstellen und müsse darüber hinaus auch „für Dritte” offen sein.

Je Mikroprojekt mit zehn bis 20 Teilnehmern stehen maximal 10.000 Euro zur Verfügung, die auch alle eventuellen Personalkosten abdecken sollen; die Dauer ist nicht festgelegt und kann je nach Ausrichtung stark variieren. Während die Mitarbeiter der „Lokalen Koordinierungsstelle” in der Rathausstraße noch mit der Auswertung des vergangenen Jahres beschäftigt sind, fällt das Fazit im Bericht von 2009 positiv aus.

Zwar habe die Zielgruppe der Projektteilnehmer „vielmehr mobilisiert” und „intensiv beworben” werden müssen, aber: „Die hohe Teilnehmerzahl zeigt, dass dies in Stolberg gut gelungen ist”, heißt es in dem Papier. Fast 150 Frauen und Jugendliche hatten im Jahr 2009 an den Projekten teilgenommen, 55 von ihnen besaßen einen Migrationshintergrund, 20 Teilnehmer waren langzeitarbeitslos.

Laut dem Soziologen Joußen ist es dringend nötig, künftig verstärkt auf Jugendliche zuzugehen und ihnen eine Perspektive zu eröffnen: „Viele junge Menschen haben kaum noch eine Vorstellung davon, was sie überhaupt machen können.”´
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