Stolberg - „32/20 Bluesband” in der Altstadt: Bluesrock von großem Kaliber

„32/20 Bluesband” in der Altstadt: Bluesrock von großem Kaliber

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
Heiko Wilhelmus, Thomas Neukir
Heiko Wilhelmus, Thomas Neukirch, Benjamin Krämer und Ingo Neukirch (v. l.) spielen als „32/20 Bluesband” das Publikum in der Altstadt in einen wahren Rausch. Foto: D. Müller

Stolberg. Gleich mit dem ersten Stück, dem kraftvoll intonierten „Palace of the King” von Freddy King, hat die „32/20 Bluesband” die rockige Richtung des Abends vorgegeben.

Das Quartett, benannt nach dem Kaliber „32/20”, dessen Patronen sich sowohl mit Revolver als auch mit Gewehr abfeuern lassen, glänzte bei seinem Konzert in der Musikkneipe „Piano” erneut mit großer Spielfreude, enormer Dynamik und echtem Können.

Die Band ist ein Kaliber für sich: Bereits seit zwölf Jahren in gleicher Besetzung absolvierte sie Hunderte Konzerte im In- und Ausland, und das Publikum in der Altstadt profitierte nun zum dritten Mal von der Erfahrung der eingespielten Formation.

Ob bei „Million Miles away” und „Bullfrog” von Rory Gallagher oder dem fantastisch interpretierten „Oh well” aus der Feder des Fleetwood-Mac-Gitarristen und -Sänger Peter Green - die „32/20 Bluesband” widmete sich ihrem Metier voller Hingabe und überzeugte dabei mit dem starken rhythmischen Fundament aus Ingo Neukirch am Bass und Benjamin Krämer am Schlagzeug. Sänger und Gitarrist Thomas Neukirch lieferte eine ansprechende Bühnenpräsenz, vor allem aber stets die authentische Stimme zu den meist rocklastigen Songs, und Heiko Wilhelmus spielte das begeisterte Publikum an der Sologitarre regelrecht schwindelig.

Das Repertoire der Musiker umfasst viele Nuancen des Blues, so dass die Gäste im „Piano” zum Beispiel in den Genuss kamen, „Sunshine of your Love” der legendären Band „Cream” zu hören. Den Großteil des Konzerts bestritt die „32/20 Bluesband” mit Eigenkompositionen, die sich mehr als hören lassen können und so ebenfalls vom Publikum gefeiert wurden. Sie enthielten Blues in Reinform wie bei „Ignored”, Einflüsse der Beatmusik bei „What I wanna do” oder einen psychedelischen Hauch wie „Skunks of War”, bei dem Wilhelmus das „Wah-Wah-Pedal” betätigte.

„Der älteren Dame, unter deren Fenster die Band lange Zeit geprobt hat”, war das Stück „Beer drinkin Granny” mit einer Prise Rockabilly gewidmet, und besonders gelungen waren neben dem energiegeladenen „Forget about you” und dem treibenden „Devils Game” zwei Tribute an Bluesgrößen: Mit dem romantischen Slow-Blues „Real” huldigte die „32/20 Bluesband” dem „unfassbaren” B. B. King, und dem unvergessenen Jimi Hendrix widmete die Formation das Lied „Join the Band”, wobei ihr eine einzigartige Symbiose aus dem eigenen Sound und dem typischen Klang der Werke von Hendrix gelang.

Nachdem unter anderem aus Rory Gallaghers „Going to my Hometown” zeitweise „Going back to Stolberg” wurde, gehörte die Zugabe wieder Jimi Hendrix: In einem furiosen Finale spielte die „32/20 Bluesband” sich selbst und das Publikum in der Altstadt in einen wahren Rausch, indem sie „Voodoo Child” zelebrierte.

Als nächste Band erinnern am Samstag, 3. März, ab 21 Uhr „Boomchickaboom” im Piano mit Alex Kophamel (Schlagzeug), Ralf Stoffel (Bass), Sebastian Dreher (Gitarre) und Johannes Welter (Gitarre, Gesang) an Johnny Cash.
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