Stolberg-Atsch - 30 neue U3-Plätze in Atscher Kita

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30 neue U3-Plätze in Atscher Kita

Von: Michael Grobusch
Letzte Aktualisierung:

Stolberg-Atsch. Die Betreuungskapazitäten für Kinder unter drei Jahren sollen im Stadtteil Atsch massiv ausgebaut werden. Die Stadt Stolberg, die ab 2013 wegen des dann greifenden Rechtsanspruches jedem unter Dreijährigen einen Platz zur Verfügung stellen muss, hat mit der katholischen Großpfarre St. Lucia einen gemeinsamen Plan erarbeitet.

Damit soll das derzeit noch bestehende Defizit in den kommenden zwei Jahren behoben werden.

Kern des Vorhabens, das von der Pfarre getragen und von der Stadt durch die zusätzliche Übernahme von Trägeranteilen an den Betriebskosten auch finanziell unterstützt werden soll, ist die Erweiterung der Kindertagesstätte St. Sebastianus in der Sebastianusstraße 31.

In einem Anbau Raum für zwei komplette neue Gruppen

Nachdem in einem ersten Schritt mit Mitteln aus dem Investitionsförderprogramm des Bundes bereits sechs Plätze für Zweijährige geschaffen worden sind, soll nun in einem Anbau Raum für zwei komplette neue Gruppen entstehen. Eine Gruppe wird zehn Kindern zwischen null und drei Jahren aufnehmen, eine weitere bietet Platz für 20 Kinder, darunter sechs Zweijährige. In beiden Fällen sollen die Baumaßnahmen bis zum kommenden Sommer abgeschlossen sein und die Kinder zum Kindergartenjahr 2012/13 aufgenommen werden können.

Das Ausbauszenario der Pfarre ist gekoppelt an die Zusage der Stadt, zusätzlich zum gesetzlich vorgeschriebenen Anteil an den Betriebskosten weitere 30 000 Euro vom kirchlichen Träger zu übernehmen - mit einer festgeschriebenen jährlichen Anpassung von 1,5 Prozent.

Stadt mit rund 157.000 Euro an den Betriebskosten beteiligt

Insgesamt wird die Stadt somit im übernächsten Kita-Jahr mit rund 157.000 Euro an den Betriebskosten beteiligt sein, abzüglich der Einnahmen aus den Elternbeiträgen. „Wenn die Kirchengemeinde St. Lucia den Ausbau der U 3-Gruppen nicht betreiben würde, müsste die Stadt zur Sicherstellung des Rechtsanspruches in eigener Trägerschaft handeln, und das wäre für sie teurer”, gibt Willi Seyffarth zu bedenken und betont, dass in diesem Fall der öffentliche Haushalt um jährlich gut 16.000 Euro mehr belastet würde.

Antrag zur Zertifizierung noch im Sommer

Doch nicht nur aus finanzieller Sicht plädiert der Fachbereichsleiter für die jetzt vorgeschlagene Rollenverteilung. Seyffarth verweist zudem auf die fachliche Kompetenz der Einrichtung und ihrer Mitarbeiter, die sich zukünftig durch die angestrebte Erweiterung mehr noch als bisher für die Weiterentwicklung zum Familienzentrum eignen würde. Ein entsprechender Antrag zur offiziellen Zertifizierung soll noch in diesem Sommer beim Land Nordrhein-Westfalen gestellt werden.

Voraussetzung ist allerdings, dass der Jugendhilfeausschuss den Plänen zustimmt. Die Entscheidung dürfte in der nächsten Sitzung des Gremiums am 30. Juni fallen.
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