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225 Jahre St. Brigida: Großes Fest in Venwegen

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:

Stolberg-Venwegen. Am 8. November dieses Jahres wird es genau 225 Jahre her sein, dass in Venwegen eine Kapelle geweiht und dem Patronat der heiligen Brigida unterstellt worden ist. Zuvor mussten die Venwegener den beschwerlichen Weg nach Kornelimünster auf sich nehmen. Der sonntägliche Kirchgang führte sie in die Bergkirche St. Stephanus.

Alten und gebrechlichen Menschen war es nicht möglich, am Gottesdienst und kirchlichen Festen teilzunehmen und besonders bei widrigen Witterungsverhältnissen stellte der Weg bis Kornelimünster für alle Venwegener Katholiken eine große körperliche Belastung dar.

Bereits im Jahre 1757 vermerkten in Zülpich Anton Haller und seine Ehefrau Veronica Berchem in ihrem Testament, die Venwegener haben „einen schwerlichen und weiten Kirchgang”.

Als ihren letzten Willen hinterließen sie 2200 Reichstaler, die dazu dienen sollten, dass zukünftig in Venwegen Messen gelesen werden, sobald dort eine Kapelle vorhanden sei.

Diese einfache kirchliche Stiftung des gebürtigen Venwegeners Haller kann als Initialzündung für den Bau der Kapelle betrachtet werden, der 1782 begann. Finanziert wurde die Kapelle von dem damaligen Abt zu Kornelimünster, von Kollekten und durch ein größeres Darlehen, welches von Gertraud Haller, einer Schwester des Anton Haller, zinsgünstig zur Verfügung gestellt wurde.

1783 lieh der Pfarrangehörige Jacob Frings Geld für den Ankauf einer Glocke. Im November 1784 konnte der Administrator der Reichsabtei Kornelimünster, Freiherr Carl Caspar von der Horst, die Kapelle zu Ehren der heiligen Brigida weihen.

Nun hatten die knapp dreihundert Venwegener eine Kapelle, die zuständige Pfarrkirche aber blieb nach wie vor St. Stephanus. Dank der Hallerschen Stiftung wurden sonntags und an Feiertagen in Venwegen heilige Messen gehalten. Für Taufen, Trauungen und Beerdigungen jedoch war der Weg nach Kornelimünster weiterhin unabdinglich.

In kleinen Schritten wurden die Rechte von St. Brigida erweitert. 1802 wurde unmittelbar neben der Kapelle ein Pfarrhaus errichtet. Zwei Jahre später schenkte Friedrich Pesser der Pfarre ein Gelände in der Nähe der Kapelle, auf dem der kircheigene Friedhof entstand.

Das zweifelsohne wichtigste Datum für die junge Gemeinde Venwegen ist der 1. März 1804. Durch ein Dekret des Aachener Bischofs Berdolet wurde St. Brigida mit allen vorher zu St. Stephanus gehörenden Pfarren selbständig. Der erste Venwegener Pfarrer war Aegidius Heinrich Joseph Giesen aus Kornelimünster, der bis zum Jahre 1821 im Amt war.

Anlässlich der 225-Jahrfeier gab die Pfarre St. Brigida einen Sonderpfarrbrief heraus und am Sonntag, 30. August, feiert Venwegen von 10 bis 18 Uhr rund um die Kirche und das Pfarrheim das große Pfarrfest, zu dem alle herzlich eingeladen sind.
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