20.000 Euro für neues Spielfeld: Stadt signalisiert Breitschaft

Von: Michael Grobusch
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Auf dieser Wiese zwischen Vereinshaus und Aschenplatz will der SV ASA Atsch einen 55 Mal 35 Meter großen Naturrasenplatz anlegen. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Der SV ASA Atsch setzt auf Naturrasen – und bewegt sich damit völlig gegen den aktuellen Trend im Fußball. Der Vorstand des B-Kreisligisten möchte auf seiner Anlage an der Hammstraße ein Kleinspielfeld errichten und bittet die Stadt dabei um Unterstützung.

Denn während der Verein sämtliche Arbeitsleistungen, die mit der Baumaßnahme verbunden wären, übernehmen will, verfügt er über keine finanziellen Eigenmittel. Deshalb sollen 20.000 Euro aus dem städtischen Haushalt zur Verfügung gestellt werden. Mit dem entsprechenden Antrag wird sich der Sportausschuss am 3. Dezember beschäftigen.

Die Verwaltung hat sich derweil schon positioniert – zustimmend. In seiner Stellungnahme weist der zuständige Dezernent Tobias Röhm darauf hin, dass die Sportanlage in der Atsch mit der angestrebten Maßnahme deutlich aufgewertet und somit „für die Zukunft gut aufgestellt“ sei. Das sehen die Vereinsverantwortlichen genauso und argumentieren im Umkehrschluss, dass die weitere Entwicklung des SV sehr schwierig werden dürfte, wenn es nicht zum Bau des 55 Mal 35 Meter großen Spielfeldes kommen werde. Es sei zu befürchten, dass „aufgrund des Baus der Kunstrasenplätze beim VfL Vichttal und in naher Zukunft auch beim FC Stolberg viele Kinder und Jugendliche die Atsch verlassen werden, um auf einem modernen Platz zu spielen“, erklärte Boris Theiner, Geschäftsführer des SV ASA Atsch, im Gespräch mit unserer Zeitung. Und weiter: „Dies würde bedeuten, dass der SV ASA Atsch seinen Nachwuchs verlieren würde und somit vielleicht auch die Väter, die bei uns in den Seniorenmannschaften spielen.“

Durch die Schaffung eines Naturrasen-Kleinspielfeldes hofft der Klub mit seinen derzeit fünf Jugend- und zwei Seniorenteams, eine solche Entwicklung verhindern zu können. Es soll seinen Platz zwischen dem Vereinsgebäude und dem Aschenplatz finden. Dort gibt es aktuell zwar schon eine Wiese. Das Gelände soll aber durch Abtragen der obersten Erdschicht begradigt werden und als Grundlage einen Mutterboden mit sogenannten Maulwurfgittern erhalten. Der größte Posten in der vom Vorstand aufgestellten Rechnung ist die Umzäunung des Platzes, die mit fast 9000 Euro zu Buche schlägt. Für den geplanten Rollrasen werden gut 6400 Euro angesetzt. Realisiert werden soll das Projekt nach Aussage Theiners bereits Anfang 2015, in einer Bauzeit von nur 14 Tagen. Dies setzt eine Baugenehmigung voraus, die nach Angaben von Tobias Röhm noch nicht vorliegt. „Zurzeit werden aber die Unterlagen für die Einreichung vorbereitet“, so der Dezernent.

Die Atscher Anlage nimmt eine Sonderstellung unter den Fußballplätzen in Stolberg ein, denn sie ist nicht im städtischen Besitz, sondern Eigentum des Vereins. Gleichwohl hatte die Verwaltung auch diesen Platz im Zuge der Erstellung eines Sportstätten-Entwicklungskonzeptes 2010 unter die Lupe genommen und geprüft, inwieweit eine Nutzung zu Bau- und Wohnzwecken möglich wäre. Das Ergebnis fiel negativ aus, aufgrund der Eigentumsverhältnisse und der schwierigen Erschließung des am Waldrand gelegen Geländes wurde eine solche Option verworfen.

Seitdem stuft die Stadt den Fußballplatz an der Hammstraße planungstechnisch auch mit Blick auf die Zukunft als Sportstätte ein. „Mit eventuellen Erweiterungsmöglichkeiten zum Ausbau der Anlage“, wie Tobias Röhm feststellt. Die sollen nach dem Willen von Verein und Verwaltung nun genutzt werden. Das letzte Wort hat die Politik Anfang Dezember.

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