Stolberg - 100 Tänzerinnen zeigen ihr Können

100 Tänzerinnen zeigen ihr Können

Von: Heike Eisenmenger
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Ballett war die Grundlage bei der „2. Stolberger Open-Air-Tanznacht”. Klassische Elemente wurden gekonnt mit modernen Tanzstilen verwoben. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Scheinbar mühelos die Schwerkraft zu überwinden und sich die Anstrengung nicht anmerken zu lassen: Das hat Tanzlehrerin Marion Delonge mit ihnen immer wieder einstudiert. Nun komprimiert sich all das, was die Schüler in den vergangenen Jahren beim Schweiß treibenden Training gelernt haben, auf eineinhalb Stunden.

Wie oft eine Drehung geprobt werden musste und wie viele Versuche nötig waren, bis die Gruppe synchron war, konnte man bei der „2. Stolberger Open-Air-Tanznacht”, die am Samstagabend auf dem Gelände des Zinkhütter Hofs aufgeführt wurde, nur erahnen.

Rund 100 junge Tänzerinnen und zwei Tänzer wirkten beim Projekt „Feels like heaven” mit. Initiiert wurde es von dem Verein „Kids on stage” in Zusammenarbeit mit dem Ballett-Atelier „Alte Zinkhütte”. Beteiligt waren namhafte Tanzpädagogen und Choreographen, die den Qualitätsanspruch sehr hoch setzten. Das Ergebnis war ein Kaleidoskop aus Ballett, Spitzentanz, Modern Dance, Lyrical Dance und historischem Tanz.

Entwicklung der Tänzer

„Petrus ist offenbar ein Freund des Tanzes”, begrüßte Marion Delonge mit frohem Blick in den Abendhimmel die rund 400 Zuschauer, von denen viele Campingstühle mitgebracht hatten. Mit 100 Aktiven war die Veranstaltung im Vergleich zu den beliebten Märchenaufführungen des Vereins mit im Schnitt 400 Tänzern eher „klein” ausgefallen. „Im Unterschied zu den Weihnachtsaufführungen war „Feels like heaven” speziell auf Jugendliche mit mehrjähriger Tanzerfahrung zugeschnitten. „Dieses Projekt zeigt den Tänzern die Entwicklung, die sie gemacht haben. Man hat einmal als Marienkäfer angefangen, und jetzt tanzt man die Elfe”, erläuterte die 49-Jährige.

Vom Marienkäfer zur Elfe

Mit der Rolle als flirrendes Blumenkind oder Marienkäfer begann vor elf Jahren auch die Karriere von Sarah Neugebauer aus Breinig. Längst gehört die 16-Jährige zu den Leistungsträgern im Ballett-Atelier und tanzte bei der Open-Air-Veranstaltung gleich mehrere Hauptrollen. „Sie wäre gut genug für eine Profikarriere”, sagte Delonge über ihren Schützling. Doch so sehr Sarah das Tanzen liebt - von der Idee, hauptberuflich Tänzerin zu werden, hat sie Abstand genommen, denn: „Eine einzige Verletzung kann die berufliche Laufbahn beenden.”

Delonge fasziniert an Sarah aber nicht nur ihre Hingabe und ihre Geschmeidigkeit, sondern auch deren phänomenales Gedächtnis. „Gute Tänzer müssen schlau sein, denn nur dann können sie sich die komplizierten Schrittfolgen merken”, so Delonge.

Schrittfolgen in ganz unterschiedlichen Tanzstilen, das erhöht den Schwierigkeitsgrad enorm. „Das Geheimnis ist, nicht über die Schritte nachzudenken”, verriet Sarah, die während der Pause ihr Vamp-Outfit gegen ein mittelalterliches Gewand für den anschließenden historischen Fackeltanz getauscht hatte.

Mit der Open-Air-Tanznacht nahm Sarah Abschied von ihren Freunden aus der Tanz-Company: Die Breinigerin geht für ein halbes Jahr als Austauschschülerin nach Spanien. Und wenn Sarah zurück- kommt, wird sie sicherlich die Schrittfolge für den Flamenco drauf haben.
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