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1. Stolberger Akkordeonorchester Harmonia begeistert die Zuhörer

Von: dö
Letzte Aktualisierung:
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Meisterhafte Leistung: Klassische und moderne Melodien hatte sich das 1. Stolberger Akkordeonorchester Harmonia für sein Frühjahrskonzert im Kulturzentrum Frankental ausgesucht. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Brillant: Dieses Prädikat hat das Konzert verdient, das im voll besetzten Saal des Kulturzen­trums Frankental das 1. Stolberger Akkordeonorchester Harmonia bot.

Denn der aus dem niederländischen Geleen stammende Musikpädagoge und Komponist Carlo Plaum, der den aus 25 Männern und Frauen sowie acht Jugendlichen bestehenden Klangkörper seit 2007 leitet, hatte „seine“ Musiker wiederum hervorragend eingestellt. Schließlich war die als Frühjahrskonzert betitelte Veranstaltung von Melodien gekennzeichnet, die ein hohes Niveau hatten und vom Besucher als locker und leicht gespielt empfunden wurden.

Die „Kiddys“ setzen Akzente

Den Anfang hatte die als „Harmonia-Kiddys“ bezeichnete achtköpfige Kindergruppe im Alter von sieben bis neun Jahren gemacht, die mit „When the Saints Go Marching In“ von Edward Boatner erste Akzente setzen konnte. Erstklassig präsentierten sich auch die 13 und 14 Jahre alten Jungen Maxi Balser und Nico Marx, die sich slawische Melodien für ihren Vortrag ausgesucht hatten. Optisch untermalt wurden die Stücke durch stimmungsvolle Hintergrundbilder, die man auf eine Leinwand projiziert hatte.

Danach hieß es Stühle rücken für das große Orchester, das mit der beschwingt gespielten Melodie „Die lustigen Weiber von Windsor“ auf sich aufmerksam machte. Eisenbahnromantik entstand, als das Orchester das Stück „Oregon“ spielte. Während die Männer und Frauen ihren Instrumenten virtuose Melodienfolgen entlockten, waren auf der Leinwand Siedlertrecks, unter Dampf stehende Loks und zum Angriff bereite Indianer zu sehen.

Dass das Akkordeon auch dazu geeignet ist, Instrumente wie Trompete, Klarinette und Oboe nachzuahmen, stellte das Orchester unter Beweis, als das Stück „Melodia en La menor“ gespielt wurde. Geheimagent 007 James Bond ließ grüßen, als die Gruppe vier Titelmelodien aus den großen Bond-Filmen zu Gehör brachte.

Nach der Pause hatte dann das zehnköpfige Ensemble unter der Leitung von Elke Hoffmann-Kittel seinen Auftritt: Diese Gruppe gehört ebenso wie das Orchester und die Harmonia-Kiddys zum Klangkörper der Harmonia. Sie brillierten mit Melodien aus dem 1994 erstmals uraufgeführten Film „Forrest Gump“. Die dem Film entnommenen Melodien hat der Aachener Komponist Carsten Peters kürzlich für das Akkordeonspiel arrangiert. „Die Melodien der Kaiserstädter Akkordeonfreunde haben uns so gut gefallen, dass wir sie Ihnen nicht vorenthalten wollten“, erläuterte Plaum, der die Aufführung der fünf Einzelstücke dem Dirigat von Elke Hoffmann-Kittel überlassen hatte, die das Klavier nutzte, um die Stücke mit anderen Tönen anzureichern.

Den Schlusspunkt unter das zweistündige, abwechslungsreiche, von einem hohen Niveau geprägte Konzert, setzen Swing-Melodien von Robbie Williams. Nach dieser grandiosen Leistung war es nachvollziehbar, dass der große Klangkörper ohne zwei weitere Zugaben nicht von der Bühne kam. So erklang dann als Referenz an die kommende Fußballweltmeisterschaft in Brasilien die Melodie „La Rapida“.

Wirklich Schluss war erst, als – vom tosenden Beifall der Besucher begleitet – die letzten Töne von der Jazz-Melodie „Tiger Rag“ verklungen waren.

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