Aachen - Wind des Wechsels weht schon unter der Wettersäule

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Wind des Wechsels weht schon unter der Wettersäule

Von: Matthias Hinrichs
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Aachen. Ein paar Meter unter der berühmten Wettersäule weht schon bald ein neuer Wind. Von organisatorischen Turbulenzen ist allerdings auch auf der fünften Etage des Hochhauses am Bahnhof erstaunlich wenig zu spüren.

Muss wohl die legendäre Ruhe vor dem Sturm sein. Der fegt ab dem heutigen Montag auf jeden Fall durch die Abteilungen des Aachener Sozialamts. Denn für 45 Mitarbeiter wird die Städteregion schon in dieser Woche ein Stück weit Realität.

Ein paar Schritte sind´s für Otto Normalflaneur, für eine der größten Behörden der Stadt ist es freilich ein ziemlich großer Sprung, wenn Schreibtische, Computer und jede Menge Know-how im Zuge der teilweisen Zusammenlegung der Sozialämter ins Kreishaus an der Zollernstraße verfrachtet werden.

In den Büros auf der fünften Etage stapeln sich hunderte von Kartons längst bis unter die Decke. Nicht nur Martina Hund darf mit einem Anflug von Wehmut aus ihrem Fenster auf die Stadt hinabschauen. Immerhin hat die stellvertretende Amtsleiterin 25 Jahre lang schwerpunktmäßig über den Dächern des Hauptbahnhofs gearbeitet. Gerade erst zeichnet sich das Ende der groß angelegten Umbauarbeiten im über 80 Jahre alten Stahl- und Betonkoloss an der Römerstraße ab. „Aber die Kollegen haben sich mit dem Umzug abgefunden, ihre neuen Räume an der Zollernstraße haben sie bereits in Augenschein genommen und für gut befunden”, sagt sie.

Bis zum Ende der Woche wird einer der beiden Aufzüge im Hochhaus für die Logistikexperten der Stolberger Speditionsfirma Pfeil reserviert sein. Dann ist die erste Etappe eines aufwändigen Wechselreigens vom Amt Geschichte. Am 29. und 30. Juli bereits rücken die Beamten von der dritten Etage ein paar Treppenstufen näher an die Wettersäule, um Platz zu machen für 18 Kollegen aus der Ausländerabteilung des Kreises, die ab dem 21. Oktober auch juristisch unter einem Dach mit den rund 50 Mitarbeitern der Stadt arbeiten, welche seit Jahr und Tag auf der zweiten Etage residieren.

Langfristig werden überdies nicht wenige Abteilungen des städtischen Sozialamts mit rund 100 Mitarbeitern im Hochhaus verbleiben. „Arbeitsbereiche wie Grundsicherung im Alter, Integration, Leistungsgewährung sind nämlich auch nach der offiziellen Gründung der Städteregion am 21. Oktober Sache der jeweiligen Kommunen”, erklärt Martina Hund. Kundenfreundlichkeit und kurze Wege sollen schließlich auch künftig gewährleistet sein.

Deshalb werden auch sämtliche Mitarbeiter, die jetzt in den Startlöchern Richtung Kreishaus stehen, ihre Telefonnummern mitnehmen können. Auch in Sachen Computersoftware muss bis zum Herbst freilich alles beim Alten bleiben. Dass die städtischen Programme auch im neuen Domizil reibungslos laufen, dafür haben die Experten der Regio IT gesorgt.

„Und natürlich wird die Infostelle hier im Hause auch während des Umzugs zur Verfügung stehen”, versichert Martina Hund. Damit gerade jene Bürger der künftigen Städteregion, die vielfach ganz besonders auf die Hilfe der Behörden angewiesen sind, vom Stress des großen Stühlerückens am wenigsten betroffen sind.

Viele Abteilungen kurzzeitig schwer zu erreichen

Während des Umzugs sind die Bereiche „Hilfe in Alten- und Pflegeheimen”, „Ambulante und teilstationäre Leistungen für Behinderte und pflegebedürftige Menschen”, „Betreuungsstelle für Erwachsene”, „Schwerbehinderte Menschen im Arbeitsleben”, „Unterhaltsheranziehung” und „Wohnraumanpassung” nur schwer erreichbar. Dennoch bemühen sich die Mitarbeiter um zügige Bearbeitung, betont die Stadt.

Telefonisch sind alle Mitarbeiter des Sozialamts auch künftig unter den gewohnten Nummern erreichbar.
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